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Veranstaltungen im SoSe 19

VL: „Gottesbilder der Gewalt im Alten Testament“ (LM 2 / M Aufb 1 bibl; 2 hist; syst; prakt)

Dozent: Prof. Dr. U. Berges                                                 

Zeit und Ort: Mo, 10–12 Uhr in HS XIII

Das Gottesbild im Alten Testament ist keineswegs eindimensional, sondern äußerst vielschichtig, wie es schon ein Blick auf die sogenannte Zorn- und Gnadenformel in Ex 34,6-7 beweist. Göttliche Treue und göttliche Vergeltung stehen als Qualitäten JWHWs nebeneinander und müssen bleibend zusammen gedacht werden. Noch komplexer wird die Frage des Gottesbildes, wenn man den Blick auf die Rede über das Handeln JHWHs selbst richtet. Neben Texten, die die Gerechtigkeit, das Rettungshandeln und sogar die Reue JHWHs bezeugen, stehen solche, die JHWH explizit Gewalthandeln zuschreiben – an Israel wie an den Völkern. Diese Texte stehen nicht etwa am Rande der biblischen Bezeugungen von JHWH, dem Gott Israels, sondern sind integraler Bestandteil der Offenbarung. Die Vorlesung erläutert die historischen Entstehungsbedingungen von Gottesbildern der Gewalt im Alten Testament und erschließt theologische Wege ihrer Auslegung.

Literatur: Gerlinde Baumann, Gottesbilder der Gewalt im Alten Testament verstehen, Darmstadt 2006; U. Berges, Die dunklen Seiten des guten Gottes. Zu Ambiguitäten im Gottesbild JHWHs aus religions- und theologiegeschichtlicher Perspektive, Paderborn 2013; Ders./B. Obermayer, Gottes Gewalt gegen Kinder in den Büchern Jesaja und Klagelieder. Eine bibeltheologische Problemanzeige, in: N.C. Baumgart u. a. (Hg.), Gewalt im Spiegel alttestamentlicher Texte (EThS 43), Würzburg 2012, 53-75.

 

HS „Zionstheologie im Alten Testament“ (M 14/ LA 2/ M Aufb 1 bibl; 2 hist; syst; prakt)

Dozent: Prof. Dr. U. Berges                                                 

Zeit und Ort: Di, 14–16 Uhr in Seminarraum 4

Neben der geographischen und topographischen Einordnung des Zion/Zionberges auf dem Gelände der Stadt Jerusalem hat die metaphorische und theologische Bedeutung im AT ein ganz zentrales Gewicht. Sowohl in den prophetischen Gerichts- und Heilsaussagen als auch im Psalter spielt diese Größe eine eminent wichtige Rolle. Zion ist mehr als nur ein Gelände, sie ist auch eine Gestalt, die ihrem Gott als königliche Braut und ihren Kindern aus Israel und den Völkern als Mutter gegenübertritt. Die Zionstheologie ist eine der größten Triebfedern für die Bewältigung des babylonischen Exils und den Aufbruch in die Zeit danach.

Literatur: U. Berges, "Die Zionstheologie des Buches Jesaja", Estudios Biblicos 58 (2000), 167­-198; Ders., Kann Zion männlich sein? ‒ Klgl 3 als 'literarisches Drama' und 'nachexilische Problemdichtung', in: M. Augustin/H.M. Niemann (Hg.), "Basel und Bibel". Collected Communications to the XVIIth Congress of the International Organization for the Study of the Old Testament (IOSOT), Basel 2001 (BEATAJ 51), Frankfurt/M. 2004, 235-246; Ders., Zion and the Kingship of YHWH in Isaiah 40-55, in: A.L.H.M. van Wieringen/A. van der Woude (Hg.), “Enlarge the Site of Your Tent”. The City as Unifying Theme in Isaiah (OTS 58), Leiden 2011, 95-119; C. Körting, Zion in den Psalmen (FAT 48), Tübingen 2006; E. Otto, Art. Zion, ThWAT VI, 994-1028; A. Spans, Die Stadtfrau Zion im Zentrum der Welt. Exegese und Theologie von Jes 60-62 (BBB 175), Göttingen 2015.

Anforderungen: Sprachkenntnisse des Hebräischen.

Leistungsnachweise: Zu erbringende Studienleistung ist die Übernahme eines Referates mit schriftlicher Ausarbeitung zur Vervielfältigung an die Teilnehmer/innen des gemeinsamen Zion-Seminars.

 

Übung: Lektüre zum Koheletbuch (M15 / M23 [3 LP])

Dozent: Prof. Dr. U. Berges

Zeit und Ort: Di, 16–18 Uhr im Kleinen Hörsaal des Collegium Albertinum

Die Lektüre baut auf der Kohelet-Vorlesung aus dem WiSe 2018/19 auf und kann die Vorbereitung auf die Klausur in M 16 unterstützen. Es werden gemeinsam Schlüsselkapitel des Koheletbuches gelesen und übersetzt.

Textgrundlage: Biblia Hebraica Quinta [BHQ]. Bd. 18: General Introduction an Megilloth, hg. v. Adrian Schenker u. a., Stuttgart 2004; oder: Biblia Hebraica Stuttgartensia [BHS], hg. v. Karl Elliger/Rudolf Kittel, Studienausgabe, ed. 5. emendata, opera Adrian Schenker, Stuttgart 1997.

Anforderungen: Hebräischkenntnisse.

Leistungsnachweis: Vorbereitung der Lektüretexte, Lesen/Übersetzen in der Sitzung, aktive Teilnahme in der Diskussion der Texte.

 

Übung: Lektüre „Zionstheologie“ (M15 / M23 [1,5 LP])

Dozentin: Prof. Dr. U. Berges

Zeit und Ort: Mo, 12–13 Uhr in Seminarraum 4

In der Lektüre werden gemeinsam Texte zur Zionstheologie aus dem Alten Testament gelesen und übersetzt. Die Lektüre ist ergänzend zum HS „Zionstheologie“ aus dem WiSe 2018/19 und SoSe 2019 konzipiert und kann die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung in M 14 unterstützen.

Textgrundlage: Biblia Hebraica Stuttgartensia [BHS], hg. v. Karl Elliger/Rudolf Kittel, Studienausgabe, ed. 5. emendata, opera Adrian Schenker, Stuttgart 1997.

Anforderungen: Hebräischkenntnisse

Leistungsnachweis: Vorbereitung der Lektüretexte, Lesen/Übersetzen in der Sitzung, aktive Teilnahme in der Diskussion der Texte.

 

Übung: „Pentateuchhypothesen“ (M15 / M23 [3 LP])

Dozentin: Dipl. theol. Kirsten M. Schäfers, M.A.

Zeit und Ort: Mo, 9–13 Uhr, vierzehntäglich in Seminarraum 3

Mit Blick auf die pentateuchkritische Forschung wurde zuletzt häufig die schwindende Akzeptanz der herkömmlichen Pentateuchmodelle betont. Vielfach wurde von einer „Krise“ der Pentateuchforschung gesprochen. Aktuell ist nun ein Nebeneinander zahlreicher neuer Modellvorschläge festzustellen, die häufig als unübersichtliches „Dickicht“ wahrgenommen werden. Jüngere Veröffentlichungen lassen demgegenüber jedoch eine gewisse Aufbruchsstimmung erkennen, indem sie die Vielzahl der Modelle positiv als kreativen Fundus würdigen, von dem aus ergebnisoffen zur Frage nach den Grundannahmen der Pentateuchkritik zurückgekehrt werden kann.

In der Übung werden klassische und aktuelle Modelle aus der Forschungsliteratur erarbeitet und mit atl. Textbeispielen verbunden. Für die Auswertung sind zwei Grundfragen leitend: 1) Welche Grundannahmen liegen dem Modell zugrunde? 2) Für welche Probleme bietet das jeweilige Modell eine Lösung und für welche nicht? Ziel der Übung ist neben einem inhaltlichen Überblick über die Debatte die Vertiefung der methodischen und diskursiven Kompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Literatur:

Erich Zenger u. a., Einleitung in das Alte Testament, hg. v. C. Frevel (KStTh 1,1), Stuttgart 92016, 67-227.

Thomas Römer u. a. (Hg.), Einleitung in das Alte Testament. Die Bücher der Hebräischen Bibel und die alttestamentlichen Schriften der katholischen, protestantischen und orthodoxen Kirchen, Zürich 2013, 117-164.

Thomas Römer, Zwischen Urkunden, Fragmenten und Ergänzungen: Zum Stand der Pentateuchforschung, in: ZAW 125 (2013), 2-24.

Anforderungen: Hebräischkenntnisse

Leistungsnachweis: Vorbereitung der Lektüretexte, Lesen/Übersetzen in der Sitzung, aktive Teilnahme in der Diskussion der Texte. Referat: Vorbereitung und Erschließung der Literaturgrundlage für jeweils ein Thema nach einem vorgegebenen Schema bis spätestens 1,5 Wochen vor dem Termin.

 

PS: Einführung in die Methoden alttestamentlicher Exegese

Dozentin: Dipl. theol. Kirsten M. Schäfers, M.A.

--- Das Seminar findet Mi, 14.00–15.30 Uhr an der Universität Köln statt ---

 

Oberseminar

Dozent: Prof. Dr. Ulrich Berges

Zeit und Ort: Mo, 18–19.30 Uhr (vierzehntäglich) in Seminarraum 2

 

Vorlesung: „Lektüre des Tobit-Buches“

Dozent: Prof. Dr. H.-J. Fabry

Zeit und Ort: Di 12–13 Uhr, SR 2

 

Sprachkurs Hebräisch I

Dozent: Dr. Bernd Obermayer

Zeit und Ort: Mi, 18–20 Uhr in Seminarraum 4

 

Sprachkurs Hebräisch (Lehramt)

Dozent: Mag. theol. Sebastian G. Kirschner B.A.

Zeit und Ort: Mi, 16–18 Uhr in Seminarraum 1

 

Ivrit I

Dozentin: Ofra Keck

Zeit und Ort: Di, 16–17:30 Uhr in Seminarraum 4; Fr, 16–17:30 Uhr in Seminarraum 2

 

Ivrit II

Dozentin: Ofra Keck

Zeit und Ort: Di, 17:30–19 Uhr in Seminarraum 4

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