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Veranstaltungen im WiSe 19/20

VL: „Das Königtum Gottes im Alten Testament“ (M 8 / LA 1 / M Aufb. 1 bibl./ M Aufb 2 hist.)

Dozent: Prof. Dr. U. Berges

Zeit und Ort: Mo, 10–11 Uhr, in HS XV; 11–12 Uhr in Seminarraum 4 (nur LA 1 und M Aufb.)

Die Metapher von JHWH als König gehört zu den zentralen Gottesvorstellungen im Alten Testament und ist ein überaus bedeutsames Element im religiösen Symbolsystem. Sie ist dem antiken Israel durch die altorientalische Umgebung vorgegeben, wo das Königtum der Götter besonders zur Legitimation der Herrscher und zur mythischen Überwindung des Chaos diente. Zur Herstellung und Bewahrung der rechten Ordnung ist das Königtum Gottes essentiell, aber auch zur Legitimation des irdischen Königtums. In der Vorlesung werden zentrale Texte aus der Prophetie und dem Psalter vorgestellt, anhand derer die literaturgeschichtliche und theologische Entwicklung dieses Soziomorphems erläutert wird.

Hinweis: Die VL ist für M 8 1-stündig, in den Modulen LA 1 und M Aufb. 2-stündig.

Literatur: s. die Liste in BASIS und eCampus.

 

HS: „Die Gerechtigkeit Gottes und des Menschen im Alten Testament“ (M 7 / M Aufb. 1 bibl. / M Aufb. 2 hist., 2 syst., 2 prakt)

Dozent: Prof. Dr. U. Berges

Zeit und Ort: Di, 14–16 Uhr, in Seminarraum 4

Recht und Gerechtigkeit gehören zu den zentralen Pfeilern der biblischen Ethik. Damit steht das Alte Testament fest verwurzelt in der Weltsicht der altorientalischen Welt, denn ohne Recht und Gerechtigkeit würde das Chaos die Ordnung zerstören. Allerdings geht das antike Israel auch eigene Wege, indem es den personae miserae (Witwen, Waisen, Fremden) eine besondere Aufmerksamkeit schenkt, die durch das prophetische Ethos beeinflusst scheint. Doch was geschieht, wenn sich Gott selbst nicht an Recht und Gerechtigkeit hält und gegen Unschuldige (wie Ijob) oder auch Kinder (Klagelieder) vorgeht? Die theologische Brisanz entlädt sich in der Frage Abrahams: »Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben?« (Gen 18,25).

Achtung: Die Lehrveranstaltungen in M 7 beginnen mit einer gemeinsamen ersten Seminarsitzung mit allen an M 7 beteiligten Dozenten im Rahmen des AT-Seminars am 08.10.2019, 14 Uhr, in SR 4 Hier werden die übergreifenden Fragehorizonte der Gotteslehre in diesem Moduldurchlauf vorgestellt.

Integriert in das Modulprogramm findet außerdem der gemeinsame Besuch einer Theateraufführung statt. Die Kath.-Theol. Fakultät präsentiert am 16.10.2019 um 19 Uhr in HS 1 das Stück „Oh, mein Gott” von Anat Gov. Weitere Details zum Stück entnehmen Sie bitte den bald aushängenden Plakaten und unserer Homepage. Der Besuch der Aufführung ist Teil des Seminarplans. Als Ausgleich entfällt im hier angekündigten AT-Seminar die letzte Sitzung am 28.01.2019.

Zum Auftakt des SoSe 2020 wird das Modul mit einer gemeinsamen Sitzung im Rahmen der Vorlesung von Herrn Dr. Blumenthal eröffnet. Nähere Details werden im SoSe bekannt gegeben.

 

Hinweis: Das Seminar wird im SoSe 2020 noch einmal angeboten und ist dann auch für LA 1 geöffnet.

Literatur: s. die Liste in BASIS und eCampus.

Anforderungen: Sprachkenntnisse des Hebräischen

Leistungsnachweise: Die Anforderungen werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

 

S: Bibel und Moral (M15 [3 LP])

Dozent: Prof. Dr. U. Berges

Zeit und Ort: Mo, 14–16 Uhr, in Seminarraum 4

Nach Dei Verbum 21 ist die Bibel die »höchste Richtschnur« des christlichen Glaubens. Die Selbstverständlichkeit dieser Aussage ist zutiefst in die Krise geraten, denn wie kann ein Kanon antiker jüdisch-christlicher Schriften (AT und NT) für die heutige Zeit normative Richtschnur sein? Was bedeutet überhaupt „normativ“? Und in welcher Hinsicht lässt sich die Bibel als „höchste Richtschnur“ verstehen? Halten sich diese Schriften selbst überhaupt für normativ oder müssen ethische Grundsätze nicht erst diskursiv aus diesen Texten gewonnen werden? Und für wen gelten sie dann, mit welcher Begründung und Berechtigung?

In der gemeinsamen Lektüre und Analyse des Buches von »C. BREITSAMETER/S. GOERTZ (Hg.), Bibel und Moral ‒ ethische und exegetische Zugänge, Freiburg 2018«, werden wir den obigen Fragen nachgehen und die Bedeutung der Bibel für die Moral zu erkunden suchen. 

Hinweis: Zu diesem Seminar wird eine begleitende Lektüre angeboten, s. u.

Textgrundlage: C. BREITSAMETER /S. GOERTZ (Hg.), Bibel und Moral ‒ ethische und exegetische Zugänge, Freiburg 2018.

Leistungsnachweis: Die Anforderungen werden zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.

 

Übung: Lektüre zum Seminar „Bibel und Moral“ (M15 / M23 [3 LP])

Dozent: Prof. Dr. U. Berges

Zeit und Ort: Di, 16–18 Uhr, in Seminarraum 1

In der Lektüre werden gemeinsam alttestamentliche Texte, die den beiden Seminaren „Bibel und Moral“ und „Recht und Gerechtigkeit“ diskutiert werden, auf Hebräisch gelesen, übersetzt und ausgelegt. Der Kurs ist auch geeignet für alle, die das Biblische Hebräisch intensivieren wollen.

Textgrundlage: Biblia Hebraica Stuttgartensia [BHS], hg. v. Karl Elliger/Rudolf Kittel, Studienausgabe, ed. 5. emendata, opera Adrian Schenker, Stuttgart 1997.

Anforderungen: Hebräischkenntnisse

Leistungsnachweis: Die Anforderungen werden zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.

 

PS: Einführung in die Methoden alttestamentlicher Exegese (M 1 / LG1 / M Basis bibl.)

Dozentin: Dipl. theol. Kirsten M. Schäfers, M.A.

Zeit und Ort: Mo, 14–16 Uhr, in Seminarraum 2

Die alttestamentliche Exegese verfügt über einen ausdifferenzierten, historisch gewachsenen Methodenkanon. Eine wissenschaftliche Auslegung biblischer Texte setzt die Kompetenz ihrer Anwendung voraus. Ebenso erfordern das sachgemäße Verständnis der alttestamentlichen Forschungsliteratur und die Einordnung ihrer Ergebnisse eine Kenntnis der verschiedenen methodischen Zugänge zum Text. Das Proseminar stellt die wichtigsten analogen und digitalen Hilfsmittel für die Erschließung und exegetische Untersuchung alttestamentlicher Texte vor. Es vermittelt einen Überblick über die Methoden alttestamentlicher Exegese. Der Schwerpunkt liegt auf literaturwissenschaftlichen und historisch-kritischen Methoden, deren Anwendung am Beispiel von Texten aus dem Abraham/Sara-Zyklus (Gen 11,27–25,11) eingeübt werden wird.

Literatur: T. HIEKE/B. SCHÖNING, Methoden alttestamentlicher Exegese (Theologie kompakt), Darmstadt 2017; S. KREUZER/D. VIEWEGER u. a., Proseminar I – Altes Testament. Ein Arbeitsbuch, Stuttgart u. a. 2005; 2019.

Anforderungen: Hebräisch- und Griechischkenntnisse sind, wie in der Studienordnung vorgesehen, keine Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar. Bereits erworbene Sprachkenntnisse werden aber begrüßt (auch parallel zum Seminar erworbene) und durch differenzierte Lehr- und Lerninhalte adressiert. 

Leistungsnachweis: Zu erbringende Studienleistungen sind die Vorbereitung der Sitzungen und Erledigung von (Online-)Hausaufgaben sowie eine bestandene Proseminararbeit, in der die selbstständige Anwendung der erlernten Methoden nachgewiesen wird. Die Proseminararbeit wird im Anschluss an das Seminar verfasst.

 

Übung: „Lektüre ausgewählter atl. Texte(LWP 1)

Dozentin: Dipl. theol. Kirsten M. Schäfers, M.A.

Zeit und Ort: Mo, 10–12 Uhr, in Seminarraum 2

In der Lektüre werden gemeinsam alttestamentliche Texte, die für den Lehrplan Katholische Religion relevant sind, gelesen und übersetzt. Für ausgewählte Verse wird auch die Textgeschichte (LXX, Qumran, Samaritanus) in den Blick genommen. Darüber hinaus wird Raum für inhaltlich-exegetische Diskussionen über das Gelesene sein. 

Hinweis: Entgegen der Ankündigung beginnt die Lektüre erst am 14.10.2019.

Textgrundlage: Biblia Hebraica Quinta [BHQ], hg. v. Adrian Schenker u. a., Stuttgart 2004- [soweit schon erschienen]; oder: Biblia Hebraica Stuttgartensia [BHS], hg. v. Karl Elliger/Rudolf Kittel, Studienausgabe, ed. 5. emendata, opera Adrian Schenker, Stuttgart 1997; sowie jeweils eine wissenschaftliche Übersetzung, die allen TN im Kurs zur Verfügung gestellt wird.

Empfohlene Hilfsmittel: s. die Angaben in BASIS und eCampus.

Anforderungen: Hebräischkenntnisse sind dringend erwünscht. Auch Griechischkenntnisse werden begrüßt.

Leistungsnachweis: Vorbereitung der Lektüretexte, Lesen/Übersetzen in der Sitzung, aktive Teilnahme in der Diskussion der Texte. Referat: Vorbereitung und Erschließung der Textgrundlage für jeweils eine Sitzung nach einem vorgegebenen Schema bis spätestens 1,5 Wochen vor dem Termin. Das zusammengestellte Material wird dann für alle TN zur Verfügung gestellt und bildet die Arbeitsgrundlage der jeweiligen (Teil-)Sitzung. 

 

Oberseminar 

Dozent: Prof. Dr. Ulrich Berges

Zeit und Ort: Mo, 18 s.t.–19.30 Uhr (vierzehntäglich), in Seminarraum n.n.

 

Übung: „Abraham - Urgestalt des Glaubens“

Dozent: Dr. Bernd Biberger

Zeit und Ort: Mi, 14-18 Uhr, an folgenden Terminen: 16.10.; 04.12.; 11.12.; 18.12.2019 und 15.01.; 22.01.2020 in n.n.

 

Sprachkurs Hebräisch I

Dozent: Dr. Bernd Obermayer

Zeit und Ort: Mi, 18 s.t.–19.30 Uhr, in Seminarraum 4

 

Sprachkurs Hebräisch (Lehramt)

Dozent: Dr. Bernd Obermayer

Zeit und Ort: Do, 18-20 Uhr, in Seminarraum 1

 

Ivrit I

Dozentin: Ofra Keck

Zeit und Ort: Di, 16:00 (s.t.) – 17:30 Uhr, in Seminarraum 2; Do, 16:00 (s.t.) – 17:30 Uhr, in Seminarraum 2

 

Ivrit II

Dozentin: Ofra Keck

Zeit und Ort: Di, 17:30 (s.t.) – 19:00 Uhr, in Seminarraum 2

 
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