Über BISA


Acta conciliorum non leguntur“.

BISA will dazu beitragen, das berühmte Diktum des großen Editors der griechischen Konzilsakten Eduard Schwartz in Zukunft gegenstandslos zu machen. Die Akten, speziell die Kanones der altchristlichen Konzilien, die zu den wichtigsten Quellen der Spätantike zählen, bedürfen in besonderer Weise der philologischen, historischen und theologischen Interpretation, um verstanden und eingeordnet werden zu können. Ziel von BISA ist es, der Forschung die einschlägigen Quellenausgaben und Sekundärliteratur bibliographisch zu erschließen und so den Zugang zu erleichtern. Aufgenommen wird nur Literatur zum Synodenrecht, nicht bzw. nur in Ausnahmefällen zur Theologie- und Dogmengeschichte.


Die Benutzer werden ausdrücklich gebeten, die Redaktion von BISA auf Lücken, Fehler und eigene neuere Arbeiten zum Thema aufmerksam zu machen und sonstige Anregungen zu geben.

Unsere e-mail-Adresse lautet: bisa(a)uni-bonn.de.


Suchstrategien:

BISA kann unter drei Suchstrategien abgefragt werden:

1. Suche nach Kategorien (investigatio systematica)

Hier kann nach systematischen Kategorien gesucht werden, die alle wesentlichen Sachbereiche des altchristlichen Synodenrechts (z. B. Kleriker, Ehe, Buße, Kirchenvermögen) sowie die wichtigsten Einleitungsfragen (z. B. Textüberlieferung, Textausgaben, Synodentypen, synodaler modus procedendi, Überblicksdarstellungen) abdecken. Die meisten Kategorien sind weiter nach Subkategorien unterteilt, die durch Anklicken geöffnet werden können. Nicht aufgenommen sind die mittelalterlichen Sammlungen altkirchlicher Kanones, die durch die Bibliographie von L. Kéry, Canonical collections of the Early Middle Ages = History of medieval canon law 1 (Washington 1999), vorbildlich erschlossen sind.

2. Suche nach Konzilien (investigatio conciliorum)

Hier findet sich in alphabetischer Reihenfolge eine Tabelle aller altchristlichen Synoden (bis in die Zeit des Merowinger- und Westgotenreiches bzw. bis zum Zweiten Nizänum), von denen rechtsgeschichtlich erhebliche Beschlüsse im allerweitesten Sinne bekannt sind. Nach Auswahl einer Synode erscheint die einschlägige Forschungsliteratur, soweit sie sich ausschließlich oder in wesentlichen Teilen mit der einzelnen Synode beschäftigt. An der Spitze der Literatur stehen - soweit antike Quellentexte zur Synode überliefert sind - die zitable(n) Textausgabe(n) (editio citanda). Die Synoden Britanniens und Irlands sowie des nichtgriechischen Orients werden unter Sammelbezeichnungen (z. B. Concilia Britannica, Concilia Persica) aufgeführt.

3. Suche nach Verfasser (investigatio auctorum)

Durch Eingabe von Autorennamen kann man nach den bibliographischen Daten der einschlägigen Veröffentlichungen moderner Autoren bzw. Autorinnen suchen.


BISA wurde am Institut für Kirchengeschichte der Universität Bonn, Forschungsschwerpunkt „Antikes Kirchenrecht“, von Georg Schöllgen (Leitung) und Andreas Weckwerth erstellt, der als Redaktor die Hauptlast der Arbeit getragen hat. Wesentlichen Anteil hatten darüber hinaus Anette Bräker, Hanno Dockter, Alexandra Nau, Verena Otten, Matthias Perkams, Katrin Schach, Volker Speth und Daniel Weisser. Die DFG hat BISA durch die Finanzierung einer wissenschaftlichen Hilfskraft über drei Jahre gefördert.
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