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Wintersemester 2013/2014

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Hauptseminar

Wer regiert die Kirche? Päpste und Bischöfe auf dem Konzil von Konstanz

(M 17, Aufbau 1 hist. Theol., Aufbau 2 bibl., syst., prakt. Theol., LA2)

 

Zeit:          Montag, 16-18 Uhr

Ort:           Raum 2.015

Beginn:    Montag, 14. Okt. 2013

 

Inhalt:

Das Konzil von Konstanz, das im Jahre 1414 eröffnet wurde, agierte mitten in der schwersten Krise der mittelalterlichen Kirche. Drei Päpste gleichzeitig beanspruchten das höchste Amt der Kirche. Auf dem Konzil versammelten sich weltliche Fürsten, Bischöfe, Äbte und Gelehrte und versuchten, diese Krise pragmatisch und theologisch zu meistern. Neben seiner theologischen Relevanz ist das Konzil aber auch ein gesellschaftliches Ereignis für die Stadt Konstanz gewesen. Anhand der Chronik des Konstanzer Bürgers Ulrich von Richental gewinnt man einen Einblick in Versorgung und Feste, Handel, Streitigkeiten und internationale Verbindungen der Stadt - kurz: in das tägliche Leben des Konzils.

Das Seminar wird sich in der Quellenlektüre sowohl den alltäglichen Gegebenheiten als auch den theologischen Diskussionen widmen. Geplant ist, in Ergänzung zu den Seminarsitzungen, eine dreitägige Exkursion zur Landesausstellung (www.konstanzer-konzil.de) nach Konstanz vom 12.-14. Juni 2014 (Pfingstwoche). Nähere Informationen dazu vorab am Lehrstuhl und in der ersten Seminarsitzung.

 

Anforderungen: Besuch eines kirchengeschichtlichen Proseminars oder vergleichbare Kenntnisse. Aus methodisch didaktischen Gründen ist die regelmäßige Teilnahme verpflichtend. Kontinuierliche Mitarbeit erwünscht.

Scheinerwerb: regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit

 

Literatur zur Vorbereitung:

Walter Brandmüller, Das Konzil von Konstanz 1414-1418, 2 Bde (Konziliengeschichte. Reihe A) Paderborn 21999/1997.

Karl-Heinz Braun/Mathias Herweg/Hans W. Hubert/Joachim Schneider/Thomas Zotz (Hg.), Das Konstanzer Konzil 1414-1418. Weltereignis des Mittelalters. Essays, Stuttgart 2013 (erscheint im September/Oktober 2013).

Thomas Martin Buck (Hg.), Chronik des Konstanzer Konzils 1414-1418 von Ulrich von Richtental (=Konstanzer Geschichts- und Rechtsquellen 41) Ostfildern 2010.

Hubert Jedin, Bischöfliches Konzil oder Kirchenparlament? Ein Beitrag zur Ekklesiologie der Konzilien von Konstanz und Basel, Basel 1965.

Jan Keupp/Jörg Schwarz, Konstanz 1414-1418. Eine Stadt und ihr Konzil,
        Darmstadt 2013.

Jürgen Miethke (Hg.), Quellen zur Kirchenreform im Zeitalter der großen Konzilien des Spätmittelalters, Darmstadt 1995.

Ulrich von Richental, Chronik des Konzils von Konstanz 1414-1418. Faksimileausgabe, Darmstadt 2013.

 


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Seminar

Einführung in das Studium der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte. Das „System Cluny“ und seine Folgen (durch J. Wenner)

(M2, LG2, M Basis hist. Theol., Kirch.Ex.)


Zeit:          Di 16 -18 Uhr

Ort:           Raum 2.015

Beginn:    Dienstag, 22. Okt. 2013

 

Inhalt:

Zu Beginn des 10. Jahrhunderts kann von einer immer stärker voranschreitenden Profanisierung des Klosterlebens im Gebiet des heutigen Frankreich gesprochen werden, in dessen Zuge sich das Bedürfnis nach einer neuen Form der Religiosität und nach monastischer Renovation zeigte. Cluny sollte dieses Bedürfnis befriedigen und im Laufe des 10. und 11. Jahrhunderts zum monastisch-geistlichen Zentrum einer ganzen Klosterlandschaft werden. Die Abtei bekam 910 Gründungsprivilegien, die in irischer Tradition den Einfluss von König und Ortsbischof unterbanden und Cluny wurde direkt dem Papst unterstellt. Die so gewonnene ‚libertas‘ des Klosters sollte zum Markenzeichen des ‚System Clunys‘[1] werden.

In diesem Seminar wird den Fragen nachgegangen, was diese Idee für ein Kloster bedeutet, woher sie kommt, wie die Freiheits-Idee im ‚System Cluny‘ umgesetzt wurde und welche Folgen dies für die hochmittelalterliche Kirche hatte (Ordensreformen, Investiturstreit etc.).

Das Seminar bietet eine Einführung in das Studium der mittleren Kirchengeschichte und übt den Umgang mit historiographischen Quellen ein.

 

Anforderungen: Neben einer regelmäßigen Teilnahme, wird die Bereitschaft zur Übernahme eines Referates/Sitzungsprotokolls erwartet.

Scheinerwerb: Voraussetzung für einen Leistungsnachweis für die erfolgreiche Teilnahme des Seminars ist darüber hinaus das Abfassen einer Hausarbeit.

 

 

KÖLN

Proseminar

Einführung in das Studium der Kirchengeschichte: Helden und Heilige (durch T. Kanngießer)

 

Zeit:        Blockveranstaltung, 1. Sitzung Donnerstag 16.00-17.45 Uhr

Siehe Kölner Lehrveranstaltungsverzeichnis

Beginn:  Donnerstag, 24. Okt. 2013

 

Inhalt:

Heilige waren im Alltag des Mittelalters stets präsent: durch den Namenspatron, den Patron des Handwerks, eines Stadtviertels oder als Helfer in diversen Nöten und Anliegen. Besondere Aufmerksamkeit kam den Heiligen zu, die in ihren Reliquien gegenwärtig waren. Gerade Köln hatte davon eine große Zahl zu bieten: die Stadtheiligen Gereon, Ursula und die Heiligen Drei Könige wurden und werden noch heute hier verehrt. Für die Aufbewahrung der Reliquien wurden Schreine angefertigt und Kirchen gebaut. Der Dreikönigenschrein im Dom, der Dom selbst und auch die Kirchen Sankt Gereon und Sankt Ursula geben ein beredtes Zeugnis davon. Die Lebensgeschichten der Heiligen waren den Menschen aus der großen Sammlung von Heiligenlegenden, der Legenda Aurea des Jacobus de Voragine, bekannt.

Ausgehend von einer Einführung in die Kirchengeschichte und ihren Methoden, stellt das Proseminar die Frage nach der Authentizität der Heiligenlegenden. Anhand des großen Schatzes an Heiligen und Reliquien in Köln werden die Erzählungen über die Auffindung von Reliquien und die Erzählungen über das Leben der Heiligen, deren Wirken von Wundern während ihres Lebens oder von wundertätigen Reliquien mit der Frage nach Fiktion und Wirklichkeit in Auseinandersetzung mit den Quellen konfrontiert.

Auch die Verehrung der Heiligen und ihrer Reliquien ist aus kirchenhistorischer Sicht von Bedeutung und wichtig zur Einordnung des Phänomens der Heiligenverehrung und ihrer Legendenbildung. So besuchen wir gemeinsam die Severinsschreinprozession durch das Severinsviertel. Severin ist ein Kölner Heiliger, dessen Reliquien bis heute in Sankt Severin verehrt werden, der einem Stadtviertel seinen Namen gab und dessen Reliquien jedes Jahr durch das Viertel getragen werden.

Neben den Heiligen des Mittelalters werden im Verlauf des Seminars die Legenden und Viten von Heiligen der Frühen Neuzeit bis hin zur Gegenwart thematisiert und mit denen des Mittelalters verglichen.

Darüber hinaus wird die Entstehung des Heiligsprechungsprozesses dargestellt.

Alle Studierenden übernehmen im Semester zwei bis drei Hausaufgaben. Diese können maximal zweiseitige Zusammenfassungen von Texten im Umfang von ca. 20 Seiten sein oder Kurzreferate in einer Länge von maximal 15 Minuten. Ein benoteter Schein kann nur durch ein zusätzliches Abfassen einer Hausarbeit erworben werden.

 

Quellen und Literatur:

Jacobus de Voragine, Legenda Aurea. Auswahl, Übersetzung aus dem Lateinischen, Anmerkungen und Nachwort von Jacques Laager, Zürich 21982.

Angenendt, Arnold, Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart. 22007.

Becker-Huberti, Manfred, Heilige in Köln. Ein bisschen schräg, ein Stückchen anders, Köln 2012.

Becker-Huberti, Manfred, Kölner Reliquien. Heilige Knöchelchen schräg betrachtet, Köln 2012.

Oepen, Joachim (Hg.), Der hl. Severin von Köln. Verehrung und Legende (Studien zur Kölner Kirchengeschichte 40) Befunde und Forschungen zur Schreinsöffnung von 1999, Siegburg 2011.

 

 

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Oberseminar

Forschungskolloquium: Bibel und Bibelrezeption in der Kirchengeschichte

 

Blockveranstaltung, Termin und Ort wird noch bekannt gegeben, 2 SWS

Die Veranstaltung richtet sich an HabilitandInnen und DoktorandInnen sowie an ExamenskandidatInnen, die ihre Abschlussarbeit im Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte schreiben.

Interessenten melden sich bitte unter [Email protection active, please enable JavaScript.] an.

Beginn: wird noch bekannt gegeben

 

 

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Übung

Räume für die heutige Liturgie – Probleme und Perspektiven der Sakraltopograhie in alten und neuen Kirche (M 23 E, M 15 F)

(Prof. Dr. G. Muschiol/Prof. Dr. A. Gerhards durch N.N.)

 

Detaillierte Angaben zu Zeit, Ort und Beginn siehe Seminar für Liturgiewissenschaft!

 

 

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Seminar

Räume für die heutige Liturgie – Probleme und Perspektiven der Sakraltopograhie in alten und neuen Kirchen (M 23 E)

(Prof. Dr. G. Muschiol/Prof. Dr. A. Gerhards durch Regina Illemann)


Detaillierte Angaben zu Zeit, Ort und Beginn siehe Seminar für Liturgiewissenschaft!

 

Sprechstunden:

 

  • Prof. Dr. G. Muschiol             Dienstag 11 Uhr in Raum 2.024
  • J. Wenner M.A.                        Mittwoch 10 Uhr in Raum 2.022 u.n. Vereinbarung
  • Dr. des. Regina Illemann     Dienstag 11 Uhr in Raum 2.022 u.n. Vereinbarung



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