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Sommersemester 2016

Ankündigungen für das Sommersemester 2016

 

Frau Prof. Dr. Muschiol hat ein Forschungssemester

 

 

 

1. Seminar (101000153) Einführung in das Studium der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte - Mission und Macht im Frühmittelalter

(M 2, LG2, M basis hist. theol.)

(Prof. Dr. G. Muschiol durch J. Wenner M.A.)

Donnerstag 16-18 Uhr, Raum 2.014, 2 SWS

 

Die Taufe des Frankenkönigs Chlodwig an der Wende vom 5. zum 6. Jahrhundert wird häufig mit der Durchsetzung des katholischen Christentums im Abendland gleichgesetzt. In diesem Seminar soll der Frage nachgegangen werden, ob diese Aussage haltbar ist bzw. wie und wann genau sich das Christentum nördlich der Alpen ab dem 5. Jahrhundert ausgebreitet hat. Dazu sollen die irischen und angelsächsischen Einflüsse durch Missionare wie Columban, Willibrord oder Winfried Bonifatius auf dem Kontinent untersucht und die daraus resultierenden merowingisch-karolingischen Beziehungen zum Papsttum fokussiert werden. Im Rahmen einer Exkursion soll das im Seminar Erarbeitete kontextualisiert werden.

Das Seminar ist eine Einführung in das Studium der Mittelalterlichen Kirchengeschichte, in dem unter anderem der Umgang mit mittelalter­lichen Quellen eingeübt wird. Latein wird nicht vorausgesetzt, die Quellen werden zweisprachig (lateinisch-deutsch) sein. 

Dieses Thema ist ein Grundlagenthema für die MNKG-Module - sowohl für Mag. Theol., Lehramt und Bachelor Minor. Im Seminar werden Themen behandelt, die Ihnen in den Prüfungen wieder begegnen. So wird es im Seminar auch um Prüfungsformen und Strategien für das Lernen für Prüfungen in der MNKG gehen. 

Damit Sie wissen, was in diesem Seminar von Ihnen erwartet wird, liste ich Ihnen hier die Studienleistungen auf:

- Übernahme eines Impulsreferates (max. 15 Minuten)

- Vorbereitung einer Quellenarbeit zu diesem Referat 

- Abgabe des 2-Seitiges Arbeitsblatt zum Umgang mit kirchenhistorischen Quellen

- erfolgreich bestandene Hausarbeit als Zugangsvoraussetzung zur Prüfungsanmeldung in LG2/M2/M basis. hist. Theol.

 

Literatur:

Angenendt, Arnold, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400-900, Stuttgart 3. Auflage 2001. 

Becher, Matthias, Merowinger und Karolinger, Darmstadt 2009. (Geschichte Kompakt Reihe der WBG - Empfehlung zur Anschaffung).

 

Beginn: Donnerstag, 14. April 2016

 

 

 

 

2. Übung (101000152) Lektüreübung: ausgewählte Texte des Mittelalters

 

(LA 2)

(Prof. Dr. G. Muschiol durch Dipl.-Theol. A. Osten-Hoschek)

Dienstag, 16-18 Uhr, IKG Bibliothek Raum 2.014, 2 SWS

 

Die Briefe, die Jordan von Sachsen (+1237) an die Dominikanerin Diana d` Andalò und die Schwestern von St. Agnes in Bologna schrieb, sind nicht nur ein lebendiges Zeugnis der dominikanischen Spiritualität, sondern stellen ein historisch wichtiges Quellenmaterial dar.

Ebenso bedeutend sind die rund 300 erhaltenen Briefe der Katharina von Siena (+1380). Zu ihren Gesprächspartnern gehörten wichtige Persönlichkeiten ihrer Zeit, u.a. Papst Gregor XI. sowie Raimund von Capua.

In der Lektüreübung werden wir gemeinsam ausgewählte Briefe Jordans an Diana sowie Katharinas an Raimund von Capua lesen, analysieren und bewerten.

Die Übernahmen eines Impulsreferates (max. 15 Minuten) zählt ferner zu Ihren Studienleistungen.

 

Literatur zur Vorbereitung:

Hoyer, Wolfram (Hg.), Jordan von Sachsen. Von den Anfängen des Predigerordens (Dominikanische Quellen und Zeugnisse 3) Leipzig 2002, 107-120.

Schlosser, Marianne, …ché la Chiesa non è altro, che esso Cristo. Zum Kirchenbild in der Spiritualität der hl. Caterina von Siena, in: Prügl, Thomas, Schlosser Marianne (Hg.), Kirchenbild und Spiritualität. Dominikanische Beiträge zur Ekklesiologie und zum kirchlichen Leben im Mittelalter, FS Ulrich Horst OP, Paderborn 2007, 261-289.

 

Beginn: Dienstag, 12. April 2016

 

 

 

3. Seminar (101000151) Kirchenräume im Wandel der Zeit – Von der Romanik bis in die Gegenwart

 

(M 15f/LWP 2)

(Prof. Dr. G. Muschiol durch Dr. T. Kanngießer)

Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

 

Einführungssitzung: Donnerstag, 14. April 2016, 16.00 Uhr c. t., Uni Bonn, Raum 2.005, Blockveranstaltung

 

Im Rheinland finden sich bedeutende Kirchenbauten – angefangen von der Romanik bis in die Gegenwart. Sie sind außerordentliche Beispiele der Architekturgeschichte. Gleichzeitig geben sie ein beredtes Beispiel der Frömmigkeitsgeschichte von über eintausend Jahren und den Beziehungen von Politik und Kirche, Bischöfen und Landesherren, Laien und Klerikern sowie Stiftern und Heiligen.

In diesem Seminar werden wir an drei Exkursionsterminen beispielhaft die Entwicklung des Kirchenbaus von der Romanik bis in die Gegenwart erkunden. Dabei werden architektonische Formen und Konstruktionen besprochen und der historische Hintergrund der Kirchen beleuchtet. Ebenso soll das Thema der Umnutzung von Kirchen erörtert werden.

Die Studierenden bereiten Referate zu den Kirchen vor. Der Ablauf wird in Absprachen mit den Studierenden besprochen und zum Teil selbständig organisiert.

Die Exkursionen werden uns nach Köln und Bonn führen. Ein dritter Tag wird während des Seminars geplant.

 

Einführungssitzung: Donnerstag, 14. April 2016, 16.00 Uhr c. t., Uni Bonn, Raum 2.005

1. Exkursion: Samstag, 23. April 2016, 9.00 bis 16.00 Uhr

2. Exkursion: Samstag, 7. Mai 2016, 9.00 bis 16.00 Uhr

3. Exkursion: Samstag 18. Juni 2016, 9.00 bis 16.00 Uhr

 

Weitere Details werden in der ersten Sitzung besprochen.

 

Literatur:

Binding, Günther, Architektonische Formenlehre, Darmstadt 62012.

Hartmann-Virnich, Andreas, Was ist Romanik? Geschichte, Formen und Technik des romanischen Kirchenbaus, Darmstadt 2004.

 

 

 

4. Seminar (101000149) (UNIVERSITÄT KÖLN) Katholische Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus. Einführung in das Studium der Neueren Kirchengeschichte

 

(Prof. Dr. G. Muschiol durch Dr. R. Illemann)

Donnerstag, 10-11.30 Uhr

 

Die katholische Kirche in Deutschland hat die Jahre der Diktatur 1933-1945 hinsichtlich ihrer amtlichen Strukturen organisatorisch intakt überstanden. Jedoch erfuhren zahlreiche katholische Vereine zugleich Verbot oder Gleichschaltung, zumindest aber die massive Einschränkung ihrer Arbeit. Offenes christliches Bekenntnis oder gar Kritik an dem Unrecht, das im Namen des Staates verübt wurde, bedeuteten für Amtsträger wie für Privatpersonen unmittelbare Lebensgefahr. Vor allem im Nachhinein wurden aber auch Vorwürfe laut, die katholische Kirche hätte gegen dieses Unrecht deutlicher Stellung beziehen müssen.

Indem das Seminar ausgewählten Fragen zu Kirche und Katholiken in der Zeit des Nationalsozialismus thematisch nachgeht, bietet es methodisch eine Einführung in die Erforschung der Kirchengeschichte der Neuzeit, übt Standards der wissenschaftlichen Kommunikation sowie den Umgang mit historiographischen Quellen.

 

Literatur zur Einführung:

Kösters, Christoph/Ruff, Mark Edward (Hg.), Die katholische Kirche im Dritten Reich. Eine Einführung, Freiburg i.Br. 2011.

 

Beginn: Donnerstag, 14. April 2016

Siehe Kölner Lehrveranstaltungsverzeichnis.

 

 

 

5. Seminar (101000150) (UNIVERSITÄT KÖLN) Kirchliche Norm, gelebte Realität. Ehe und Familie vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert

(Prof. Dr. G. Muschiol durch Dr. R. Heyder)

Blockveranstaltung

 

Das Christentum hat von Beginn an eigene Ideale und Normen zur Ehe entwickelt. Andererseits erwies sich bei der Christianisierung Europas die longue durée kultureller Prägungen insbesondere bei der Gestaltung familialer Beziehungen. In jüngster Zeit haben die Befragungen zur Bischofssynode 2014/2015 die Spannung von Norm und Realität gezeigt.

Das Seminar wird sich u.a. aus theologie-, kirchenrechts- und sozialgeschichtlicher Perspektive mit Ehe und Familie befassen.

 

Literatur:

Arnold Angenendt, Ehe, Liebe und Sexualität im Christentum. Von den Anfängen bis heute, Münster 2015.

Andreas Holzem/Ines Weber (Hg,), Ehe – Familie – Verwandtschaft. Vergesellschaftung in Religion und sozialer Lebenswelt, Paderborn u.a. 2008.

Norbert Lüdecke, Die Ehe im Plane Gottes und seiner Kirche. Geschlechterverhältnis, Ehe und Ekklesiologie in kanonistischer Sicht, in: Bernhard Heininger, Ehe als Ernstfall der Geschlechterdifferenz, Münster 2010, S. 115-137.

Tine van Osselaer/Patrick Pasture (Hg.), Christian Homes. Religion, Family and Domesticity in the 19th and 20th Centuries, Leuven 2014.

Weitere Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.

 

Siehe Kölner Lehrveranstaltungsverzeichnis.

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