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Reihe „FzK“

Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft

fzk logoVon Hubert Müller und Rudolf Weigand begründet, wird die Reihe Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft seit 1997 von Norbert Lüdecke und Rudolf Weigand, seit 2000 von Norbert Lüdecke und Helmuth Pree (Passau) herausgegeben.

Da die meisten Bände der Reihe bereits vergriffen sind, haben sich einige Autoren mit einer Veröffentlichung ihrer Beiträge auf CD-ROM einverstanden erklärt. Das Kirchenrechtliche Seminar macht diese Bände Studierenden und anderen interessierten Leser(inne)n als pdf.Dokumente zugänglich. Die Texte sind mit den gedruckten Versionen in Wortlaut und Formatierung identisch und können somit auch in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert werden.
Die CD-ROMs sind erhältlich im Sekretariat des Kirchenrechtlichen Seminars. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, diese mit Hilfe des Formulars zu bestellen, das wir Ihnen weiter unten zum Download bereitstellen.

Nutzen Sie das neue Rabattangebot: Bei der Bestellung von 2 FZK-CDs erhalten Sie 50% Ermäßigung auf den jeweils günstigeren Band!

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Folgende Bände sind bereits verfügbar:

fzk 7
Lüdecke, Norbert

Eheschließung als Bund: Genese und Exegese der Ehelehre der Konzilskonstitution "Gaudium et spes" in kanonistischer Auswertung (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft; Bd. 7), Würzburg 1989.

fzk 8
neu
Schmitz, Heribert

Studien zum kirchlichen Hochschulrecht (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft; Bd. 8), Würzburg 1990.

fzk 9
Bier, Georg

Psychosexuelle Abweichungen und Ehenichtigkeit. Eine kirchenrechtliche Untersuchung zur Rechtsprechung der Rota Romana und zur Rechtslage nach dem Codex Iuris Canonici von 1983 im Horizont der zeitgenössischen Sexualwissenschaft (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft; Bd. 9), Würzburg 1990.

fzk 13

Kremsmair, Josef

Interkonfessionelle Rechtsverhältnisse in Österreich im Spannungsfeld zwischen Kirche und Staat. Die römische Mission Bischof Fesslers 1863/64 (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft; Bd. 13), Würzburg 1993.

fzk 20 Glaubitz, Elfriede

Der christliche Laie. Vergleichende Untersuchung vom Zweiten Vatikanischen Konzil zur Bischofssynode 1987 (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft; Bd. 20), Würzburg 1995.

fzk 21
neu
Klein, Ronald

Die Personalprälatur im Verfassungsgefüge der Kirche (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft; Bd. 21), Würzburg 1995.

fzk 22 Kursawa, Wilhelm

Impotentia coeundi als Ehenichtigkeitsgrund. Eine kanonistische Untersuchung zur Auslegung und Anwendung von Canon 1084 des Codex Iuris Canonici 1983 (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft; Bd. 22), Würzburg 1995.

fzk 23 Sieger, Marcus

Die Heiligsprechung. Geschichte und heutige Rechtslage (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft; Bd. 23), Würzburg 1995.

fzk 27 Weigand, Rudolf

(Hrsg.), Kirchliches Recht als Freiheitsordnung. Gedenkschrift für Hubert Müller (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft; Bd. 27), Würzburg 1997.

fzk 28
Lüdecke, Norbert

Die Grundnormen des katholischen Lehrrechts in den päpstlichen Gesetzbüchern und neueren Äußerungen in päpstlicher Autorität (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft; Bd. 28), Würzburg 1997.


fzk07Norbert Lüdecke: Eheschließung als Bund: Genese und Exegese der Ehelehre der Konzilskonstitution "Gaudium et spes" in kanonistischer Auswertung
Als Buch seit langem vergriffen, jetzt auf CD-ROM erhältlich!

 

Die Dissertation beschäftigt sich in kanonistischer Perspektive mit der Erneuerung und Vertiefung des katholischen Wesensverständnisses der Ehe, zu der das II. Vatikanische Konzil mit dem fundamentalen Wechsel von der Vertrags- zur Bundeskonzeption der Eheschließung gefunden hat. Dabei kommt zunächst die vorkonziliare, fast ausschließlich vertragliche Ehesicht zur Sprache, wie sie im damaligen Gesetzbuch der katholischen Kirche, in der systematischen Theologie und der lehramtlichen Position ihren Niederschlag fand, um vor diesem Hintergrund die genaue Entwicklung der Eheaussagen der Konzilskonstituion "Gaudium et spes" nachzuzeichnen. Dabei stellt sich nicht nur die Ergänzung des bislang rein prokreativ orientierten Wesensverständnisses der Ehe durch die personal-partnerschaftliche Dimension heraus, sondern auch die bewußte Ersetzung des zuvor dominierenden Vertragsbegriffs durch die nun zentrale Bundeskategorie für die Eheschließung. Dieser ehetheologische Modellwechsel erfährt sodann eine systematische Überprüfung hinsichtlich seiner Eignung für das katholische Eherecht und kann schließlich anhand ausgewählter Einzelfragen seine Funktionstüchtigkeit und kritisch-normative Geltung im Rahmen des geltenden Eherechts unter Beweis stellen.

Autor:

Norbert Lüdecke wurde mit dieser Arbeit 1989 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn zum Dr. theol. promoviert.

Unkostenbeitrag

Studierende € 10,-; Alle Übrigen € 15,-


fzk08Heribert Schmitz: Studien zum kirchlichen Hochschulrecht
Als Buch vergriffen, jetzt auf CD-ROM erhältlich!

 

 Im Vollzug der Weisungen des Zweiten Vatikanischen Konzils ist das kirchliche Hochschulrecht neugestaltet worden. Für den bereich der „Kirchlichen“ Hochschulen, d.h. der theologische und theologieverbundene Wissenschaften betreibenden Universitäten, Fakultäten und Hochschuleinrichtungen ist die kirchenrechtliche Neuordnung mit der Apostolischen Konstitution Johannes Pauls II. Sapientia Christiana von 1979 im wesentlichen abgeschlossen. Für den Bereich der „Katholischen“ Universitäten, Fakultäten und sonstigen Hochschulinstitutionen ist ein gesamtkirchliches Hochschulgesetz, durch welches die knappen Bestimmungen des Codex Iuris Canonici 1983 eine präzisierende Regelung erfahren, immer noch in Vorbereitung. Daher ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine umfassende systematische Darstellung des kirchlichen Hochschulrechts nicht möglich. Um seine Beiträge zum kirchlichen Hochschulrecht besser zugänglich zu machen, legt der Autor, der an ihn herangetragenen Anregung folgend, die seit 1972 an verschiedenen Stellen publizierten Arbeiten in verändertem Abdruck vor. In die „Studien zum kirchlichen Hochschulrecht“ sind einige unveröffentlichte Stellungnahmen aufgenommen. Ausführliche Register sollen die Informationen erleichtern.

Autor:

Heribert Schmitz ist Professor für Kirchenrecht in München.

Unkostenbeitrag

€ 8,-


fzk09Georg Bier: Psychosexuelle Abweichungen und Ehenichtigkeit. Eine kirchenrechtliche Untersuchung zur Rechtsprechung der Rota Romana und zur Rechtslage nach dem Codex Iuris Canonici von 1983 im Horizont der zeitgenössischen Sexualwissenschaft
Als Buch vergriffen, jetzt auf CD-ROM erhältlich!

 

Welche Auswirkungen haben psychosexuelle Abweichungen auf die Ehefähigkeit der davon betroffenen Personen? Ist ein homosexueller Mensch zur Verwirklichung der Wesenselemente und Wesenseigenschaften der Ehe in der Lage? Welche Kriterien können zur Beurteilung der Ehefähigkeit eines Transvestiten herangezogen werden? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang der Schweregrad und die Dauerhaftigkeit einer psychosexuellen Abweichung?

Diese und ähnliche kirchenrechtliche Fragen, die in den vergangenen Jahren insbesondere für die Arbeit der kirchlichen Ehegerichte zunehmend an Bedeutung gewonnen haben, werden in der vorliegenden Dissertation eingehend untersucht und einer Klärung zugeführt. Ausgehend von der Überlegung, daß eine sachgemäße Antwort auf diese kirchenrechtswissenschaftliche Fragestellung nur unter Einbeziehung gesicherter sexualwissenschaftlicher, psychologischer und medizinischer Erkenntnisse zu finden ist, wird dabei zunächst der aktuelle humanwissenschaftliche Forschungsstand gründlich erarbeitet und im Hinblick auf die weitere Untersuchung ausgewertet. In einem zweiten Schritt kommt dann ausführlich die Rechtsprechung der Römischen Rota bis 1983 zur Sprache, die vor allem seit Mitte der sechziger Jahre einige wichtige Grundsätze für die eherechtliche Beurteilung von Fällen von psychosexuellen Abweichungen entwickeln konnte. Schließlich wird zu Beginn des letzten Teils der Arbeit die Rechtslage nach Inkrafttreten des CIC von 1983 analysiert, bevor dann auf der Grundlage der so ermittelten humanwissenschaftlichen, judikativen und kodikarischen Vorgaben Konsequenzen für die künftige Rechtsprechung in Fällen von psychosexuellen Abweichungen aufgezeigt werden.

Autor:

Georg Bier ist 1959 in Düsseldorf geboren. 1979 bis 1985 Studium der katholischen Theologie, der Mathematik und der Erziehungswissenschaften in Bonn. 1985 Erstes Staatsexamen für das Lehramt der Sekundarstufen I und II. 1985 bis 1989 wissenschaftliche Mitarbeit am Kirchenrechtlichen Seminar der Universität Bonn. Seit 1989 als Vernehmungsrichter am Bischöflichen Offizialat der Diözese Osnabrück. 1990 Promotion zum Dr. theol. mit vorliegender Arbeit.

Unkostenbeitrag

€ 8,-


fzk13Josef Kremsmair: Interkonfessionelle Rechtsverhältnisse in Österreich im Spannungsfeld zwischen Kirche und Staat. Die römische Mission Bischof Fesslers 1863/64

Im Konkordat von 1855 unterblieb eine Neuregelung der interkonfessionellen Rechtsverhältnisse, da die vom Apostolischen Stuhl geforderten Bedingungen derart rigoros waren, dass die Zerstörung des konfessionellen Klimas zu befürchten war. So blieb es in interkonfessionellen Belangen bis zum Jahr 1868 bei der im Wesentlichen aus der josephinischen Ära stammenden Regelung.

Die evangelischen Kirchen, die in der Folge der Revolution von 1848 bereits an eine Gesamtbereinigung des Verhältnisses von Kirche und Staat dachten, erhoben ihre Forderungen nach der Erlassung des Protestantenpatentes um so vehementer. Staatsminister Schmerling, der der Habsburgermonarchie vermehrten Einfluss bei den deutschen Bundesstaaten, namentlich in Preußen, verschaffen wollte, ging daher schon aus politischen Gründen auf die Forderung der Evangelischen ein. Noch im Jahr 1861 ließ Schmerling einen Gesetzesentwurf erarbeiten, der vier Teilaspekte umfasste: den Religionswechsel, Mischeheabschluss, die religiöse Kindererziehung und die Leistung der Kindererziehungsreserve. Dieser Regierungsentwurf, der in den beiden Kammern des Reichsrates nie beraten wurde, bildet die Grundlage für die römische Mission des Bischofs Fessler in den Jahren 1863/64.

Die in der Literatur (Hussarek, Weinzierl, Vocelka) bis heute vertretene Auffassung, die Mission Fessler habe der Revision des Konkordats gedient, kann auf Grund der vorliegenden Ergebnisse nicht mehr aufrechterhalten werden. Aus den Archivmaterialien - sowohl den vatikanischen, die der Autor erstmals bearbeiten konnte, wie der österreichischen - ging klar hervor, dass es sich hier um einen ersten Versuch, die interkonfessionellen Rechtsverhältnisse abzuändern, gehandelt hat. Staatsminister Schmerling wollte eine akkordierte Regelung erzielen. Von römischer Seite wurde aber lediglich der Religionswechsel zugestanden. Die übrigen Verhandlungspunkte blieben wegen der starren Haltung Roms unerledigt.

Autor:

Josef Kremsmair wurde 1943 in Ried/Traunkreis, Oberösterreich geboren. Studium der katholischen Theologie und der Geschichte an der Universität Salzburg. Seit 1972 Assistent im Fach Kirchenrecht. 1978 Promotion zum Doktor der Theologie. Seit 1982 Assistent am Institut für Kirchenrecht in Wien. 1986 Habilitation im Fach Kirchenrecht. Seit 1988 Assistenzprofessor für Kirchenrecht.

Unkostenbeitrag

€ 8,-


fzk20Elfriede Glaubitz: Der christliche Laie. Vergleichende Untersuchung vom Zweiten Vatikanischen Konzil zur Bischofssynode

Verschiedene innerkirchliche Ereignisse haben in diesem Jahrhundert das Bild, die Sicht, die Rolle und Funktion des Laien in Kirche und Welt entscheidend geprägt.

Zentrale Themen dieser Studie sind die Fragen: Wie wird der christliche Laie in den Dokumenten des zweiten Vatikanischen Konzils und in der Revision des kirchlichen Gesetzbuches von 1983 verstanden? Welche Motive haben zur Einberufung der Bischofssynode 1987 über Berufung und Sendung des Laien geführt? Welche Äußerungen trafen die Synodenväter und Johannes Paul II. in seinem postsynodalen Schreiben "Christifidelis laici"? Wie sehen und leben die Laien selbst ihre Berufung in Kirche und Welt? Welche kirchenrechtlichen Fragen stellen sich für das Leben des Laíen heute?

Die Autorin zeigt auf, welche einmalige Stellung und Würde der christliche Laie im mystischen Leib Christi, der Kirche, innehat und einnehmen kann.

Autorin:

Elfriede Glaubitz, geboren 1959 in Rüsselsheim, Abitur 1978; 1979-1982 Studium der Religionspädagogik und Praktischen Theologie an der Kath. Fachhochschule Mainz. 1982-1984 Gemeindereferentin in Friedberg/Oberhessen. 1984-1986 Teilnahme am Studienkurs Religions- und Sozialwissenschaften des "Istutio Mistici Corporis" in Loppiano/Florenz und Montet/Fribourg. Danach Studium an der Fakultät für Kirchenrecht der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom; 1988 Lizenz in Kirchenrecht, 1992 Promotion zum Dr. iur. can. Seit April 1993 Ehebandverteidigerin beim Erzbischöflichen Offizialat in Köln.

Unkostenbeitrag

€ 8,-


fzk21Ronald Klein: Die Personalprälatur im Verfassungsgefüge der Kirche.

Die auf das II. Vatikanum zurückgehende Rechtsfigur „Personalprälatur“ ist ein Bestandteil der wesentlichen Neuerungen im Recht der katholischen Kirche aus der unmittelbaren Nachkonzilszeit. Sie hat eine bessere Verteilung des Klerus und die Durchführung besonderer Seelsorgsaufgaben zum Ziel. Zunächst weithin unbeachtet, ist sie seit Beginn der achtziger Jahre weltweit Gegenstand einer lebhaften Debatte in der Kanonistik geworden. Der Blick in die Literatur hinterläßt aber einen reichlich verworrenen Eindruck. Es gibt nicht nur eine Fülle ungeklärter Fragen im Hinblick auf die Rechtslage. Auch die Einordnung der neuen Struktur in das kirchliche Verfassungsgefüge insgesamt und ihre grundsätzliche Bewertung sind ausgesprochen kontrovers.

Hauptsächlich umstritten ist die Frage, ob die Personalprälatur eine den Teilkirchen vergleichabre hierarchische Struktur der Kirche ist oder ob man sie zu den konservativen Strukturen in der Kirche zählen muß. Der Autor versucht, diese Frage aufgrund einer eingehenden Analyse der Entstehungsgeschichte der Normen neu zu beantworten und den Ort der Personalprälatur im Verfassungsgefüge der Kirche näher zu bestimmen. Der dritte Teil der Studie ist der ersten bislang einzigen Personalprälatur gewidmet. Dabei wird die Rechtsstruktur genauer untersucht, aber auch Anspruch und ekklesiologisches Selbstverständnis des Opus Dei werden kritisch befragt.

Autor:

Ronald Paul Klein, geboren 1963 in Bonn; 1982-1988 Studium der Katholischen Theologie und der Geschichte in Bonn und Würzburg; 1988-1993 Promotions- und Pastoralstudium in Bonn und Köln; 1993 Priesterweihe in Köln.

Unkostenbeitrag

€ 8,-


fzk22Wilhelm Kursawa: Impotentia coeundi als Ehenichtigkeitsgrund. Eine kanonistische Untersuchung zur Auslegung und Anwendung von Canon 1084 des Codex Iuris Canonici 1983.

Der Autor untersucht, ob die Bestimmung des CIC, daß eine - der Ehe vorausgehende und dauerhafte - Beischlafunfähigkeit die Ehe aus ihrem Wesen heraus ungültig macht, den Erkenntnissen der Biologie und Medizin und der Ehelehre des II. Vatikanischen Konzils angemessen ist. Die Medizin hält heute für nahezu alle Formen der Beischlafunfähigkeit Therapiemöglichkeiten bereit, so daß einerseits Brautleuten, die um den Defekt wissen, eine kirchliche Eheschließung nicht verwehrt werden kann. Da aber der Beischlaf in einer ganzen Reihe von Fällen nur mit Hilfe künstlicher Methoden ermöglicht werden kann, kann andererseits eine Ehe wegen Impotenz nichtig sein, nämlich dann, wenn zumindest der fähige Partner in Unkenntnis des Defektes seine berechtigte Erwartung in einem ehelichen Akt mit artifiziellen Methoden nicht erfüllt sieht. Der rechtsgeschichtliche Überblick zeigt die grundsätzliche Unsicherheit in dieser Frage auf. Die Ehelehre des II. Vatikanischen Konzils stellt einen Modellwechsel von einer vorrangig prokreativ ausgerichteten Vertragskonzeption zu einer personal-partnerschaftlichen Konzeption des Ehebundes dar. Von den Fundamentalcanones des Eherechts im Kodex von 1983 rezepiert, wertet der Bundesgedanke die Sexualität als eigenständigen Ausdruck ehelicher Liebe auf. So bleibt ein Zweifel darüber bestehen, ob der Nichtigkeitsgrund der impotentia coeundi im Naturrecht oder im von der Kirche gesetzten Recht grundgelegt ist. Davon ausgehend wird vorgeschlagen, den Einfluß der Beischlafunfähigkeit auf die Ehe rechtlich im Bereich des Eigenschaftsirrtums des c. 1097 CIC 1983 zu fassen und des Bestand der Ehe vom Wissen der Partner um die Unfähigkeit zum Beischlaf abhängig zu machen.

Autor:

Wilhelm Kursawa wurde 1944 geboren. Studium der Biologie und Chemie von 1967 bis 1973 an der Universität Köln. Nach dem zweiten Staatsexamen 1975 bis 1980 Lehrer am Gymnasium. Während dieser Zeit theologischer Fernkurs und 1980/81 ergänzende theologische Studien an der Universität Bonn. Nach der Priesterweihe 1982 Dienst als Kaplan. Seit 1990 einer der beiden Pfarrer des Pfarrverbandes Schwalmtal im Bistum Aachen. 1994 Promotion.

Unkostenbeitrag

€ 8,-


fzk23Marcus Sieger: Die Heiligsprechung. Geschichte und heutige Rechtslage

Über die katholische Kirche hinaus besteht Interesse an den Heiligsprechungsverfahren. So ist es bedauerlich, dass die tiefgreifende Reform dieser Rechtsmaterie im Jahr 1983 nur bei wenigen Fachleuten Beachtung gefunden hat.

Zum besseren Verständnis des heutigen Rechts setzt die Arbeit bei der Geschichte der Heiligsprechung an. Besonderer Wert wurde dabei auf drei Fragen gelegt, die auch die heutige Diskussion bestimmen: das Verhältnis von Orts- und Gesamtkirche, der Zusammenhang von Verehrung durch die Gläubigen und Kontrolle durch die zuständige kirchliche Autorität sowie das Problem, wie die notwendige Sicherheit über die Heiligkeit eines Verstorbenen erzielt werden kann.

Vor der Darstellung und dem Kommentar der Gesetzgebung von 1983 musste geklärt werden, ob die Heiligsprechungsverfahren Prozesse, ob also die allgemeinen Normen des Prozessrechts des CIC anwendbar sind. Offene Fragen, wie die Notwendigkeit von Wundern und die Zukunft der Seligsprechung, wurden von den geschichtlichen Erfahrungen und der ekklesiologischen Bedeutung von Heiligenverehrung und damit Heiligsprechung angegangen. Dabei wurde versucht, durch die Betrachtung des durch den Hl. Geist gewirkten Rufs der Heiligkeit eines Verstorbenen unter den Gläubigen das Wesen der Heiligsprechung herauszuarbeiten.

Die Arbeit soll eine praktische Hilfe zur Führung eines Heiligsprechungsverfahrens sein, aber auch dessen ekklesiologische Bedeutung herausstellen, um ihm so den gebührenden Platz im Leben der Kirche zu geben.

Autor:

Marcus Sieger, 1962 in Mönchengladbach geboren. Studium der katholischen Theologie in Bonn und Würzburg. Promotion im Fach Kirchenrecht. 1992 Eintritt in die Benediktinerabtei Maria Laach.

Unkostenbeitrag

€ 8,-


fzk27Rudolf Weigand (Hrsg.): Kirchliches Recht als Freiheitsordnung: Gedenkschrift für Hubert Müller

Am 6. Januar 1995 starb mit Hubert Müller einer der angesehensten und einflussreichsten Kanonisten in Deutschland. Er hätte am 15. November 1996 sein 60. Lebensjahr vollendet. Hubert Müller war Professor für Kirchenrecht in Bonn, Gastprofessor an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und ein geschätzter Berater in kirchlichen Gremien. Zum Gedenken an ihn legen seine Schüler einen Aufsatzband vor, in dem sie in zehn Beiträgen die zentralen Themen im Werk ihres Lehrers (Ökumene, rechtliche Verfasstheit der Ortskirche, Bischofsrechte, Mitverantwortung) aufgreifen, seine stark vom Zweiten Vatikanum inspirierten Ansätze weiterdenken, die Auswirkungen auf die gegenwärtige kirchliche Situation untersuchen und Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. Ein Lebenslauf und eine Bibliographie komplettieren die Gedenkschrift.

Herausgeber und Autoren:

Ursula Beykirch, Georg Bier, Ferlix Bernard, Ronald P. Klein, Wilhelm Kursawa, Norbert Lüdecke, Roland Scheulen, Thomas Schüller, Br. Albert Sieger OSB, Josef Weber.

Unkostenbeitrag

€ 10,-


fzk28Norbert Lüdecke: Die Grundnormen des katholischen Lehrrechts in den päpstlichen Gesetzbüchern und neueren Äußerungen in päpstlicher Autorität

Die Arbeit bietet eine systematische Auslegung der geltenden lehrrechtlichen Grundnormen in den beiden päpstlichen Gesetzbüchern für die lateinische Kirche (CIC) und die katholischen Ostkirchen (CCEO) sowie in neueren rechtlich relevanten universalkirchlichen Dokumenten, mit denen jene Normen ergänzt (neue Formeln für die Professio Fidei und Einführung eines Treueids) oder eingeschärft werden (Instruktionen der Kongregation für die Glaubenslehre über die kirchliche Berufung des Theologen und über den Gebrauch der sozialen Kommunikationsmittel).

Dabei werden die theologischen Grundlagen des geltenden Lehrrechts geklärt und das Selbstverständnis und der Verpflichtungsanspruch des Lehramtes bei definitiven wie nichtdefinitiven Lehren realistisch dargestellt. Die Erkenntnisse werden zur Bestimmung des Verbindlichkeitsgrades der Lehräußerungen über die Unmöglichkeit der Priesterweihe für Frauen (Apostolisches Schreiben Ordinatio sacerdotalis) und zum Tötungsverbot (Enzyklika Evangelium vitae) exemplarisch angewendet.

 

Autor:

Norbert Lüdecke wurde mit dieser Arbeit 1996 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg zum Dr. theol. habil. promoviert.

Unkostenbeitrag

Studierende € 10,-; Alle Übrigen € 15,-
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