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Aktuelle Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017


1.

Lektüreseminar (M 15H, M 23H, LWP 4)

Pastoraltheologische und kulturwissenschaftliche Lektüren:
Gemeindelehre und Theorie der Versammlung nach Butler

(3 ECTS/mit Lerntagebuch und Essay: 4 ECTS)

Seip

Di/Mi 18-21  (in Blockveranstaltungen)

2 SWS

Raum: R 2.04 (Etscheidhof), Lehrstuhl für PA

Erstes Treffen mit Terminfestlegung: 19. April 2017, 18-21

Das Lektüreseminar übt pastoraltheologisches Argumentieren ein und ist eine Ergänzung und Vertiefung der pastoraltheologischen Vorlesungen.

Gelesen und diskutiert werden dabei kulturwissenschaftliche Texte, die mit  Fragestellungen der Pastoraltheologie (PA) und der gegenwärtigen Pastoral verknüpft werden.

Ziel der Lektüreseminare ist das Einüben in ein „Denken ohne Geländer“ (Hannah Arendt).

Im Sommersemester lesen wir dazu folgenden kulturwissenschaftlichen Text in Bezug auf die Gemeindelehre: Judith Butler, Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung, Berlin 2016. Wie kann PA heute Gemeinde denken und die dabei stets mitlaufenden Praktiken des Ein- und Ausschließens angemessen gestalten? Was können katholische Gemeinden, die sich in der Flüchtlingsarbeit außerordentlich engagieren, dichotomisch argumentierenden Formaten entgegenstellen? Ausgehend von Butlers Einleitung wird nach einer Gestaltungskriteriologie gegenwärtiger Gemeindepraxis gefragt.

 

2.

Seminar (M15, M23, LA 4, LWP 4b, M Aufb)                      

Religiöse Medienkompetenz mit inklusiver Ausrichtung

(3+3 ECTS)

Seip / Höltgen

Di 18-20 (Seminarsitzungen und Blockveranstaltungen)

2 + 2 SWS

Raum: 2.015/SR3

Beginn: 18. April 2017

Kommunikation unter ständig optimierten Bedingungen ist ein zentrales und den meisten aus eigener Erfahrung geläufiges Markenzeichen der Gegenwartskultur. Für die Aufrechterhaltung und Steigerung der Handlungsfähigkeit öffentlicher Akteure in der Mediengesellschaft leisten die Herstellung und Positionierung von Informationen (die Betreibung einer Internetpräsenz, die Belegung eines TV-Sendeplatzes, die Platzierung eines Radiobeitrags…) einen entscheidenden Beitrag. Gefragt sind darum weiterhin Berufsqualifikationen, mit denen man sich Erfahrungen im Bereich Medienarbeit erworben hat.

In einem Kooperationsprojekt machen das Pastoraltheologische und Religionspädagogische Seminar das Arbeitsfeld Medien für Studierende zugänglich. Was die gesellschaftliche Prägekraft der Medien für das theologische Verständnis vom Menschen und der Konzeption pastoraler Praxis bedeutet, wird anhand konkreter Projektarbeit prozeßorientiert reflektiert (Vermittlung von Basiswissen der theologischen Filmarbeit, Kameraarbeit, Studio- und Schnitttechnik, Erstellung eines eigenen Filmbeitrags in Projektarbeit).

Inklusion ist in Bezug auf mediale Repräsentationen ein zentraler Leitbegriff: Wie finde ich eine Übersetzung (Drehbuch, Kamera, Schnitt), die inklusives Denken kriteriologisch einbezieht?

Dazu werden in den Seminarsitzungen gemeinsam mit externen Lehrbeauftragen aus der Medienarbeit die mitlaufenden in- und exkludierenden Praktiken thematisiert und in Lektüren vertieft.

 

3.

Seminar (M4, LG4, M Basis)

Einführung in die Pastoraltheologie:

Pastorale Praxis in der Krise? Pastoraltheologie als Krisendiskurs

(3 ECTS)

Höltgen

Do 16-18

2 SWS

Raum: 3.017/SR 6

Beginn: 20.04.2017

Von Beginn an ihrer verhältnismäßig jungen Fachgeschichte zeichnet sich die Pastoraltheologie als eine Krisenwissenschaft aus. Aus einer innereuropäischen Krisensituation im ausgehenden 18. Jahrhundert entstanden, befindet sie sich auch heute noch vorrangig in einem Diskurs um die Krise gegenwärtiger Pastoral. Und zwar insofern, als der Begriff „Pastoral“ zum einen die in die Krise geratene Praxis umfasst, zum anderen aber auch die zu unterscheidende und neu zu verwirklichende Praxis meint. In vielerlei Hinsicht steht die Pastoral inzwischen unter Handlungs- und Entscheidungsdruck, braucht zugleich aber auch eine kritische Instanz um überhaupt urteils- und handlungsfähig zu bleiben.

Ausgehend vom Vatikanum II geht es daher im Seminar mehrheitlich um die Frage nach einer "pastoralen" Kirche und nicht um die „Pastoral“.

Das Seminar will sich – unter Zuhilfenahme von soziologischen und kulturwissenschaftlichen Forschungen – mit einer doppelten Frage auseinandersetzen:

  1. Wie kann sich pastorales Handeln der Situation der Kirche in der Welt von heute entsprechend realisieren?
  2. Wie können in der Theorie die Fragen pastoraler Praxis der Situation der Kirche in der Welt von heute entsprechend reflektiert werden?

Aus wissenschaftlicher Sicht will das Proseminar einen grundlegenden Einblick in das Fach Pastoraltheologie vermitteln, indem es u.a. an Beispielen aus den Bereichen Seelsorge, Diakonie und Gemeinde aufzeigt und zur Diskussion stellt, wie sein Objekt Kirche als handelndes Subjekt wahrgenommen wird (ästhetisch), wie sie tätig wird (kritisch) und wie sie tätig werden sollte (normativ).

Weil die Aneignung  zentraler pastoraltheologischer Texte ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung ist, muss bei den Teilnehmenden die Bereitschaft vorhanden sein, sich auf die einzelnen Treffen durch die Lektüre von vorher ausgeteilten Materialien vorzubereiten.

Zum Einlesen:

Konferenz der Bayerischen Pastoraltheologen (Hrsg.), Christliches Handeln. Kirchesein in der Welt von heute, München 2004.

 

 4.

Oberseminar (alle Studiengänge)

Neue Ansätze der Praktischen Theologie

(3 ECTS) 

Seip

Blockveranstaltung Fr/Sa (Termin wird noch bekanntgegeben)

2 SWS

Raum: R 2.04 (Etscheidhof), Lehrstuhl für PA

Das Oberseminar bietet ein vertiefendes Studium der Pastoraltheologie. Zudem geht es - wie immer - um gemeinsame Einblicke in und Diskussion der eigenen Forschungsarbeiten.

Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung.

 

 5.

Prüfungskolloquium (alle Studiengänge)

Seip

n. V.

2 SWS

Raum: R 2.04 (Etscheidhof), Lehrstuhl für PA

Vortreffen mit Terminabsprache: 19. April 2017, 18-21

Vorlesungsbegleitend werden - über das Lektüreseminar hinaus - Themenfelder der PA anhand von Texten und Übungen erschlossen und „argumentatives Handeln“ eingeübt.

 

 6.

Kolloquium zur Betreuung wiss. Arbeiten (alle Studiengänge)

Seip

n. V.

1 SWS

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