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Lehrveranstaltungen SS 06

0935 Vorlesung: Sakramente II - Eucharistie, Buße, Krankensalbung, Ordo, Ehe
Dozent: Prof. Dr. Michael Schulz
2st., Do 9-11, HS VII, Beginn: 06.04.06

Repetitorium und Prüfungskolloquium
Dozent: Prof. Dr. Michael Schulz
1 st., Mi 12-13, HS XIV, Beginn: 12.04.06

0965 Proseminar: Einführung in die Dogmatik - Das Apostolische Glaubensbekenntnis: Geschichte, Inhalt und Auslegung
durch wiss. MA Niels Christensen
2st., Fr 10-12, das Proseminar findet in Köln statt (R119),
Beginn: 07.04.2006
   
0967 Hauptseminar: Design oder Zufall?
Dozent: Prof. Dr. Michael Schulz
2st., Do 16.00-17.30, Bibliothek Dogmatik, Beginn: 06.04.2006

Hauptseminar: Aktuelle Landkonflikte und Territorialität in Lateinamerika 
- Interdisziplinäres Lateinamerikazentrum (ILZ) der Uni Bonn
Zeit: Mi 14-18 Uhr, zweiwöchig
Ort: ZEF (Zentrum für Entwicklungsforschung), Walter-Flex-Straße 3, Erdgeschoss
Beginn: 12. April 2006
 

0699 Oberseminar: Kant für Katholiken 
Beginn: Mo 24.4.06, 15.45 Uhr
Direktorzimmer
Persönliche Anmeldung.

0970 Doktorandenkolloquium
Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben 

Vorlesung

Sakramente II: Eucharistie, Buße, Krankensalbung, Ordo, Ehe
Dozent: Prof. Dr. Michael Schulz
2st., Do 9-11, HS VII, Beginn: 06.04.06


Die Vorlesung gibt vor allem einen Überblick über das Sakrament der Eucharistie und behandelt ebenso die sacramenta minora

Literatur:

G. L. Müller, Katholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg 62005, 680-768.

Weitere Literatur in der Vorlesung.

Repetitorium

Repetitorium zur Vorlesung Sakramente II sowie des Prüfungsstoffes

Dozent: Prof. Dr. Michael Schulz
1 st., Mi 12-13, HS XIV, Beginn: 12.04.06 

Proseminar

Einführung in die Dogmatik -
Das Apostolische Glaubensbekenntnis: Geschichte, Inhalt und Auslegung
Dozent: Wiss. MA Niels Christensen
2st., Fr 10-12, R 119 (Köln),
Beginn: 07.04.2006 

Nach einer ersten Einführung in die Themen und Fragestellungen der Dogmatik wird das Proseminar auf das Entstehen und den Inhalt des Apostolischen Glaubens­bekennt­nisses eingehen, das eine von den frühesten und wichtigsten Zusammen­fassungen des Glaubens der ersten Christen darstellt und auch noch in der Gegen­wart Christen verschiedener Konfessionen zusammenbindet.

Zuerst soll die Frage nach der Entstehung des Bekenntnisses im Kontext von alt­kirchlicher Katechese und Taufe nachgegangen werden, um dann anhand von den inhaltlichen Aussagen, die zentralen Themen (den Glauben an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist) des christlichen Glaubens anzugehen: Was bedeuten "Vater", "Schöpfer" und "allmächtig"? Wie sind die christologischen Prädikate "Christus", "eingeboren", "Sohn" und "Herrn" zu verstehen? Was heißt "empfangen vom Heiligen Geist"? Welche Bedeutung hat es, dass Jesus gekreuzigt, gestorben und aufer­standen ist? Wer ist der Heilige Geist und was hat er mit uns zu tun?

Aber auch andere Fragen stellen sich beim Lesen des Apostolikums: Was macht eigentlich Pontius Pilatus im Glaubensbekenntnis? Wer sind die Heiligen in der Aussage: "die Gemeinschaft der Heiligen"? Wieso werden noch "die Kirche" und "die Vergebung der Sünde" im dritten Teil erwähnt, wenn so viele Sachen, die man auch hätte erwähnen können, weggelassen worden sind, - z. B. Aussagen über die Sakramente oder gnadentheologische Aussagen? Diese Fragen sollen einer ersten Einführung  in die Fragestellungen und Methoden der Dogmatik dienen. 

Die Einführung ist für jede Studienrichtung geeignet. Keine Voraussetzungen nötig. Scheinerwerb möglich. 

Literatur:
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger), Einführung in das Christentum. Vorlesungen über das Apostolische Glaubensbekenntnis, München 62005.

Theodor Schneider, Was wir glauben, Eine Auslegung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, Düsseldorf 1985.

Hauptseminar

Design oder Zufall
Dozent: Prof. Dr. Michael Schulz
2st., Do 16.00-17.30, Bibliothek Dogmatik, Beginn: 06
.04.2006
 
Die Schöpfungstheologie ist wieder neu ins Zentrum der öffentlichen Debatte getreten. In den USA gelingt es bestimmten evangelikalen Gruppen immer wieder, ihren "scientific creationism" neben dem klassischen Darwinismus im Lehrplan von Schulen zu etablieren. Die Gegensätze "Schöpfung" oder "Evolution", göttlicher "designer" oder "zufällige Entwicklung" erschweren die Wahrnehmung einer theologisch reflektierten Aussage zur Erschaffung der Lebewesen auf dem Weg der Evolution. Schon die Enzyklika Humani generis von 1950 hatte eine prinzipielle Vereinbarkeit von Schöpfungsglaube und Evolutionstheorie betont. Die heftigen Reaktionen auf einen Artikel von Kardinal Christoph Schönborn in der New York Times beweisen erneut die Unfähigkeit, Schöpfungsglaube und Evolutionsthese miteinander zu verbinden. Andererseits bieten gerade Naturwissenschaftler interessante Ansätze, die theologisch zu diskutieren sind. Eine Forschergruppe des Senckenberger Naturmuseums in Frankfurt machte mit dem Slogan auf sich aufmerksam: Evolution ohne Anpassung. Einen Darwinismus pur vertritt man also auch naturwissenschaftlich nicht überall. Was bedeutet das theologisch? Spannend ist die Auseinandersetzung mit der These der Geowissenschaftler und Astronomen Peter D. Ward und Donald Brownlee in "Unsere einsame Erde. Warum komplexes Leben im Universum unwahrscheinlich ist" (2001). Vor dem Hintergrund dieser These scheint das "anthropische Prinzip" an Gewicht zu gewinnen, nach dem unsere Erde - und mit ihr der Mensch - auch nach Kepler und Galilei das Zentrum des Universums zurückerobert hat. Oder sind derartige Thesen pseudowissenschaftlicher Natur? Gibt es überhaupt einen legitimen Übergang von physikalischen Größen zu philosophisch-theologischen Argumenten? Die Max-Planck-Mauer, die die Grenze der Annäherung an den Urknall und einer physikalisch messbaren Gegenwart bezeichnet, dient etwa dem Theologen Ulrich Lüke zum philosophischen Blick über die Mauer. Wer hat nicht Lust, auch als Theologe einmal über diese Mauer zu schauen, und was sieht man da - den Schöpfer, die reine Gegenwart der Ewigkeit? Zu bedenken sind ebenso die Konsequenzen der Heisenbergschen Unschärfe­relation, die Einstein gar nicht mochte und seinem deterministischen Bild vom Kosmos, in dem Gott nicht würfelt, zuwiderlief. Ist diese Unschärfe, die subatomaren Determinismus überwindet, nicht ein Indiz für Vorformen von Freiheit im Kosmos? Ähnliches scheint für manchen die Chaostheorie nahezulegen. Und wie sieht das Ende der Menschheit aus, des Universums überhaupt aus? Viele Fragen, die das Verhältnis von Naturwissenschaft und Theologie betreffen und die in diesem Seminar diskutiert werden sollen. 

Anforderungen für die Teilnahme: Lektüre einiger Texte, die in Kopien verteilt oder per Email zugestellt werden. 

Voraussetzungen: keine
Für alle Studiengänge

Hauptseminar

Aktuelle Landkonflikte und Territorialität in Lateinamerika
- Interdisziplinäres Lateinamerikazentrum (ILZ) der Uni Bonn
Zeit: Mi 14-18 Uhr, zweiwöchig
Ort: ZEF (Zentrum für Entwicklungsforschung), Walter-Flex-Straße 3, Erdgeschoss
Beginn: 12. April 2006

Land ist ein vieldimensionales Thema. Dem Theologen fällt wahrscheinlich zuerst das alttestamentliche Stichwort "Landnahme" ein. In der mittel- und südameri­kanischen Wirklichkeit sind Land und Landnahme heute ein großes Thema. Der Wert des Landes, Landrechte und Landnutzung sind Schlüsselthemen zum Verständnis drängender Probleme der Entwicklungs- und Schwellenländer Latein­amerikas. Die Umsetzung der Millenniumsziele der Vereinten Nationen "Good Governance" und "Nachhaltige Entwicklung" sind ohne Berücksichtigung der Zugangsfrage zu Land und Ressourcen undenkbar. Unterschiedliche Legitimation und Umsetzung von Land- und Territorialrecht, divergierende Weltbilder mit verschiedenen ethischen Implikationen und sich widersprechende Landnutzungs­interessen führen in Lateinamerika zu anhaltenden sozialen und politischen Konflikten.

Das Interdisziplinäre Lateinamerikazentrum der Uni Bonn bietet zu dieser Problematik ein interdisziplinäres Hauptseminar an. Beteiligt sind: Altamerikanistik, kath. Theologie, Juristische Fakultät, Zoologie.

Für Theologen: In diesem Spannungsbogen "Land, Landrecht, Wahrnehmung von Territorialität" interessiert insbesondere die Rolle von Kirche und Theologie. Wie stehen die Bischofskonferenzen zu diesem Konflikt? Welche "Theologie von Land und Landnahme" ist hilfreich zur Lösung von Konflikten? Welche Pastoral ist gefordert?

Am Anfang des Seminars werden Mitglieder von ILZ durch Referate in allgemeinverständlicher Form aus dem Blickwinkel des jeweiligen Fachs in die The­matik "Aktuelle Landkonflikte und Territorialität" einführen. Die von der jeweiligen Disziplin verwandten Methoden sollten dargestellt werden. Dies ist notwendig, um interdisziplinäres Arbeiten zu ermöglichen. Nach diesem Einführungsteil fällt den Stu­dierenden die Aufgabe zu, in Form eigener Referate die jeweiligen Themenbereiche zu vertiefen, z.B. durch Analyse der Aussagen von Bischofs­konferenzen, Hirten­schreiben, indigener Theologen, Befreiungstheologen, evangeli­kaler Gruppen und Sekten, pastoraler Projekte. Hierbei sollten case studies berück­sichtigt werden. Als Fallstudie könnte sich die Konfliktsituation im mexikanischen Bundesstaat Chiapas anbieten oder auch die Situation im Amazonas-Tiefland von Ecuador. 

Anforderungen: Bereitschaft zur Übernahme eines Referates

Voraussetzungen: passive Englisch- und/oder Spanischkenntnisse

Für alle Studiengänge

Oberseminar


Kant für Katholiken II
Ort und Zeit nach Vereinbarung, persönliche Anmeldung.

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