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Lehrveranstaltungen WS 08/09

  
101000603 Vorlesung (BA, D.):
Anthropologie, Hamartiologie und Mariologie
2st, Di 8.15-10.00 Uhr, Hörsaal IV, Beginn: 14.10.2008

101090935 Vorlesung (D/L/H/w):
Sakramente II
2st, Do 10.15-12.00 Uhr, Hörsaal VII, Beginn: 16.10.2008

101090968 Kolloquium:
Repetitorium und Prüfungskolloquium durch Wiss. MA Niels Christensen
1st, Mi 14.15-15.00 Uhr, Bibliothek Dogmatik, Beginn: 15.10.2008

101090969 Oberseminar:
Entfällt wegen Übernahme des Dekanats.

101090970 Kolloquium:
Doktorrandenkolloquium
Ort und Zeit nach Absprache

Hauptseminar an der Universität Köln:
Schöpfung, Urknall und Evolution
(D/L/f - C2, C1; LA-Module: GWM, ASTh, AM 2 GGG)
2st, Do 14.00-15.30 Uhr, Philosophicum, Seminarraum 65, Beginn: 16.10.2008

503052120 Hauptseminar:
Lateinamerika im Fokus der internationalen Umweltpolitik
Hauptseminar des interdisziplinären Lateinamerikazentrums (ILZ) der Universität Bonn
2st, Mo 14.15-17.15 Uhr, vierzehntägig, ZEF, rechter Konferenzraum, Walter-Flex-Str. 3, 53113 Bonn, Vorbesprechung: 22.09.2008, 14.00 Uhr, Beginn: 20.10.2008

Vorlesung



101000603 Vorlesung (BA, D.):
Anthropologie, Hamartiologie und Mariologie
2st, Di 8.15-10.00 Uhr, Hörsaal IV, Beginn: 14.10.2008

Was ist der Mensch? Diese Frage scheint dem Menschen aufgegeben zu sein - unausweichlich. Und jeder Mensch beantwortet diese Frage: praktisch-faktisch, aber auch mehr oder weniger auf theoretischer Ebene. An diese "Frage-Natur" des Menschen knüpft die theologische Anthropologie an. Sie versucht Jesus Christus als die Antwort Gottes auf die Frage zu erschließen, die der Mensch sich offenbar selbst ist. Nur "im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes", sagt das II. Vaticanum, klärt sich "das Geheimnis des Menschen wahrhaft auf" (GS 22). "Gottebenbildlichkeit" - mit diesem Schlüsselwort bezeichnet die Tradition das offenbar gewordenen Geheimnis des Menschen, das sich in der eschatologischen Gemeinschaft mit Gott erfüllt. Die Theologische Anthropologie findet deshalb in der Thematik der Gottebenbildlichkeit ihren inhaltlichen Schwerpunkt. Sie erörtert außerdem die geistig-leiblichen Konstitution des Menschen, seine Stellung in einem durch die Evolutionstheorie beschriebenen Kosmos, seine Phylo- und Ontogenese sowie seine wichtigsten Wesensmerkmale "Personalität", "Individualität" und "Sozialität".

Im Licht der erlösenden Offenbarung Gottes in Jesus Christus thematisiert die theologische Anthropologie ebenso die Verstrickung des Menschen "in vielfältige Übel", in das Bösen (GS 13). Die Hamartiologie (hamartia = die Sünde) erörtert die Erlösungsbedürftigkeit und apriorische Unheilssituation des Menschen vor Gott (Erb­sündenlehre). Diskutiert wird ebenso die Frage, wie angesichts der Erfahrung des Bösen und der Sünde dennoch die Glaubensüberzeugung aufrecht gehalten werden, dass der Mensch Gottes Ebenbild ist? Die Thematik der Ur- und Erbsünde sowie der Theodizee greifen bei dieser Fragestellung ineinander.

Da Maria als der in der Gnade Christi vollkommen verwirklichte Mensch begriffen werden kann, setzt sich die theologische Anthropologie in der Mariologie fort. Die mariologischen Glaubenssaussagen der Kirche (Mater Dei, Virginitas, Immaculata conceptio, Assumptio) gewinnen in dieser anthropologischen Perspektivierung eine herausfordernde Aktualität. 

Lit. Gerhard Ludwig Müller, Katholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg 62005, 106-154, 478-514.

Vorlesung

101090935 Vorlesung (D/L/H/w):
Sakramente II
2st, Do 10.15-12.00 Uhr, Hörsaal VII, Beginn: 16.10.2008

In der Vorlesung werden die Sakramente der Kirche in historischer und systematischer Perspektive vorgestellt:

1. die Initiationssakramente "Taufe", "Firmung", "Eucharistie",
2. die Sakramente der Krise und Heilung "Buße" und "Krankensalbung",
3. die Zeichen des Heils, die dem Aufbau der Kirche dienen "Ordo" und "Ehe". 

Lit.

Eva-Maria Faber, Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 2002.


Gerhard Ludwig Müller, Katholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg 62005, (626-)658-768.

Prüfungskolloquium


101090968 Kolloquium:
Repetitorium und Prüfungskolloquium durch Wiss. MA Niels Christensen
1st, Mi 14.15-15.00 Uhr, Bibliothek Dogmatik, Beginn: 15.10.2008

Oberseminar

101090969 Oberseminar:
Entfällt wegen Übernahme des Dekanats.

Doktorrandenkolloquium

 
101090970 Kolloquium:
Doktorrandenkolloquium
Ort und Zeit nach Absprache

Hauptseminar in Köln

Hauptseminar an der Universität Köln:
Schöpfung, Urknall und Evolution
(D/L/f - C2, C1; LA-Module: GWM, ASTh, AM 2 GGG)
2st, Do 14.00-15.30 Uhr, Philosophicum, Seminarraum 65, Beginn: 16.10.2008

Die Schöpfungstheologie ist wieder neu ins Zentrum der öffentlichen Debatte getreten. In den USA gelingt es bestimmten evangelikalen Gruppen immer wieder, ihren "scientific creationism" neben dem klassischen Darwinismus im Lehrplan von Schulen zu etablieren. Die Gegensätze "Schöpfung" oder "Evolution", göttlicher "designer" oder "zufällige Entwicklung" erschweren die Wahrnehmung einer theologisch reflektierten Aussage zur Erschaffung der Lebewesen auf dem Weg der Evolution. Schon die Enzyklika Humani generis von 1950 hatte eine prinzipielle Vereinbarkeit von Schöpfungsglaube und Evolutionstheorie betont. Die heftigen Reaktionen auf einen Artikel von Kardinal Christoph Schönborn in der New York Times (7. Juli 2005) oder die jüngsten Polemiken der "Neuen Atheisten" Richard Dawkins (Gotteswahn 2006) und Michael Schmdit-Salomon (Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur, 2006 / Wo bitte geht's zu Gott?, fragte das kleine Ferkel: Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen 2007) dokumentieren die Schwierigkeit, Schöpfungsglaube und Evolutionsthese miteinander zu verbinden. Andererseits bieten gerade Naturwissenschaftler interessante Ansätze, die theologisch zu diskutieren sind. Eine Forschergruppe des Senckenberger Naturmuseums in Frankfurt machte mit dem Slogan auf sich aufmerksam: Evolution ohne Anpassung. Einen Darwinismus pur vertritt man also auch naturwissenschaftlich nicht überall. Was bedeutet das theologisch? Spannend ist die Auseinandersetzung mit der These von Geowissenschaftlern und Astronomen wie Peter D. Ward und Donald Brownlee in Unsere einsame Erde. Warum komplexes Leben im Universum unwahrscheinlich ist (2001). Vor dem Hintergrund dieser These scheint das anthropische Prinzip an Gewicht zu gewinnen, nach dem unsere Erde - und mit ihr der Mensch - auch nach Kepler und Galilei das Zentrum des Universums zurückerobert hat. Oder sind derartige Thesen pseudowissenschaftlicher Natur? Gibt es überhaupt einen legitimen Übergang von physikalischen Größen zu philosophisch-theologischen Argumenten? Die Max-Planck-Mauer, die die Grenze der Annäherung an den Urknall und einer physikalisch messbaren Gegenwart bezeichnet, dient etwa dem Theologen Ulrich Lüke zum philosophischen Blick über die Mauer. Wer hat nicht Lust, auch als Theologe einmal über diese Mauer zu schauen, und was sieht man da - den Schöpfer, die reine Gegenwart der Ewigkeit? Zu bedenken sind ebenso die Konsequenzen der Heisenbergschen Unschärfe­relation, die Einstein gar nicht mochte und seinem deterministischen Bild vom Kosmos, in dem Gott nicht würfelt, zuwiderlief. Ist diese Unschärfe, die subatomaren Determinismus überwindet, nicht ein Indiz für Vorformen von Freiheit im Kosmos? Ähnliches scheint für manchen die Chaostheorie nahezulegen. Und wie sieht das Ende der Menschheit aus, des Universums überhaupt aus? Viele Fragen, die das Verhältnis von Naturwissenschaft und Theologie betreffen und die in diesem Seminar diskutiert werden sollen?

 

Anforderungen für die Teilnahme: Lektüre einiger Texte, die in Kopien verteilt oder per Email zugestellt werden. 

Voraussetzungen: keine 


Lektüre zum Einstieg:

Ulrich Lüke, Das Säugetier von Gottes Gnaden. Evolution, Bewusstsein, Freiheit, Freiburg 2006.

Hauptseminar ILZ

503052120 Hauptseminar:
Lateinamerika im Fokus der internationalen Umweltpolitik
Hauptseminar des interdisziplinären Lateinamerikazentrums (ILZ) der Universität Bonn
2st, Mo 14.15-17.15 Uhr, vierzehntägig, ZEF, rechter Konferenzraum, Walter-Flex-Str. 3, 53113 Bonn, Vorbesprechung: 22.09.2008, 14.00 Uhr, Beginn: 20.10.2008

Die internationalen Anstrengungen im Bereich der Umweltpolitik haben in den 90er Jahren mit wichtigen Weltkonferenzen (u.a. Rio 1992, Kyoto 1997) sowie verbindlichen Abkommen starke Impulse erhalten. Zugleich sind aber dabei regionalspezifische Umweltprobleme von globaler Dimension, z.B. die Abholzung der Regenwälder, Ausrottung seltener Tier- und Pflanzenarten, Zerstörung von Ökosystemen eher in den Hintergrund gerückt. Im Seminar soll aus interdisziplinärer Sicht am Beispiel Lateinamerikas die komplexe Wechselwirkung umweltpolitischer Entscheidungen und Entwicklungen untersucht werden. 

Die Themen sollen üblicherweise in interdisziplinär besetzten Zweiergruppen bearbeitet werden; zur Entzerrung des Zeitplans können bestimmte Themen jedoch auch als Hausarbeiten vergeben werden. Die Dauer des Vortrages beträgt normalerweise 30 Minuten und soll nicht überschritten werden. Eine Kurzfassung der Vorträge sowie ggf. ergänzendes Material soll vor dem jeweiligen Termin für den e-campus bereitgestellt werden. 

Lit.:

Boehmer-Christiansen, Sonja/Kellow Ainsley: International environmental policy. Interests and the failure of the Kyoto Process, Cheltenham 2002.

Chasek,  Pamela S.: Earth negotiations. Analyzing thirty years of environmental diplomacy, Tokyo [u.a.] 2001.

Graf, Patricia/Stehnken, Thomas (Hrsg): Lateinamerika. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Festschrift für Andreas Boeckh, Baden-Baden 2008 (Weltregionen im Wandel, Bd. 3).

König, Hans-Joachim: Kleine Geschichte Lateinamerikas, Stuttgart 2006.

Mac Donald, Gordon J. (Hrsg.): Latin American environmental policy in international perspective, Boulder, Colo. [u.a.] 1997 (Latin America in global perspective).

Porter, Gareth/Welsh Brown, Janet/Chasek Pamela S.: Global environmental politics, 3. ed., Boulder [u.a.] 2000 (Dilemmas in world politics).

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