Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2021/22

Seminar (10100702): Grundlagen und Prinzipien christlicher Gesellschaftslehre2

(M12, LA 3, MAufb1Syst), 2 SWS

Mag. theol. Lars Schäfers (durchführend)

Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich)

 

Ort und Zeit:

Di, 08–10 Uhr c.t.

Raum: Seminarraum 4, KTF

Beginn: 12.10.2021

 

Kommentar:

Pandemie, Klimawandel, Digitalisierung, Populismus, globale Ungleichheiten: Wir leben in einer Zeit weltweiter, krisenhafter Veränderungen. Diese Themen begleiten uns in den täglichen Nachrichten. Oft betreffen sie uns auch lebenspraktisch. Und genau diese Themen sind es, die die Christliche Gesellschaftslehre (CGL), häufiger auch Christliche Sozialethik (CSE) genannt, eingehend reflektiert.

Sie ist dasjenige Fach innerhalb der Theologie, das methodisch geleitet nach globaler Gerechtigkeit auf der Grundlage des christlichen Welt- und Menschenbildes und des interdisziplinären Austauschs fragt. Die CGL als vergleichsweise junges theologisches Fach versteht das mit allen Menschen guten Willens geteilte Streben nach einer gerechten Gesellschaft als Glaubenspraxis: Christliche Nächstenliebe hört nicht beim Nächsten auf, sondern greift verändernd aus auf gesellschaftliche Strukturen und Institutionen. Angesichts christlicher Weltverantwortung kommt dem Fach die Aufgabe zu, Wirtschaft, Politik, Umwelt, Medien, Bildung, allgemein gesprochen: das Soziale und die gesellschaftlichen Strukturen ethisch zu reflektieren. Unter dem klassischen Label der Katholischen Soziallehre (KSL) hat das Fach zudem eine lehramtliche Rückbindung und findet weit über die Kirche hinaus Beachtung. CGL und KSL sind damit zentrale theologisch-wissenschaftliche Orte des Ringens um das Verhältnis zwischen Kirche und moderner Gesellschaft.

Das Seminar widmet sich der Genese und den Grundlagen des Fachs sowie den grundlegenden Sozialprinzipien von CGL und KSL vor dem Hintergrund aktueller politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Problemlagen.

 


 

Seminar (10100706): Klimawandel – Learning for Future3

(M15/M23, AufbSyst), 2 SWS

Mag. theol. Lars Schäfers (durchführend)

Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich)

 

Ort und Zeit:

Blockveranstaltung

Einzeltermine

Mi, 03.11.2021 16–17:30 Uhr c.t. Seminarraum 3, KTF

Mi, 10.11.2021 17–19 Uhr s.t. Deutsches Museum

Mi, 17.11.2021 16–19 Uhr c.t. Seminarraum 3, KTF

Mi, 08.12.2021 17–19 Uhr s.t. Deutsches Museum

Mi, 15.12.2021 16–19 Uhr c.t. Seminarraum 3, KTF

Mi, 12.01.2022 16–19 Uhr c.t. Seminarraum 3, KTF

Mi, 19.01.2022 17–19 Uhr s.t. Deutsches Museum

Mi, 26.01.2022 16–19 Uhr c.t. Seminarraum 3, KTF

 

Kommentar:

Beim Thema Klimawandel scheiden sich die Geister: Da gibt es die, die optimistisch auf neue Technologien setzen, andere, die angesichts globaler Erwärmung und Trockenheit vehement Verzicht in vielen Bereichen fordern. Es wird moralisch beurteilt, mit Zahlen hantiert, Äpfel mit Birnen verglichen und häufig − gewollt oder ungewollt − aneinander vorbeigeredet. Gleichzeitig besteht angesichts der existenziellen, weltweiten Bedrohung, die der Klimawandel bedeutet, die Notwendigkeit, dass nicht sinnlos gestritten, sondern die Kräfte in Form von Wissen und Kompetenzen konstruktiv gebündelt werden.

Dazu sollen die Teilnehmenden des Seminars beitragen, indem sie mit verschiedenen Expert*innen in Podien und Podcasts aktuelle Fragestellungen in Bezug auf den Klimawandel diskutieren und dabei immer auch die Frage stellen: Was sollten Studierende in ihren verschiedenen Fachrichtungen − ganz im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) − lernen, um einen Beitrag leisten zu können, die komplexen Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen? Eingeladen zur Teilnahme sind Studierende mit einem gesellschaftspolitischen Interesse daran, gemeinsame Positionen zu Klima und Bildung zu entwickeln und diese öffentlichkeitswirksam zu vertreten.

 

 

Seminar: (10100707) Autokratie und Nationalismus als sozialethische Herausforderung für die Europäische Union und die Vereinten Nationen4

(M15/M23, PlusSyst), 2 SWS

Prof. e.h. Dr. Andreas M. Rauch (durchführend)

Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich)

 

Ort und Zeit:

Mo, 18.00–20.00 Uhr c.t.

Raum: Seminarraum 3, KTF

Beginn: 11.10.2021

Kommentar:

Weltweit können wir eine Zunahme von autoritären  Regierungen und  populistischen Regimen erkennen: sei es zeitweise in den USA, oder in Brasilien, Russland, der Türkei oder in China, aber auch in einzelnen Staaten der Europäischen Union wie Polen, Tschechien und Ungarn. Zudem gewinnen auch in anderen Staaten der Europäischen Union populistische Parteien zunehmend an politischem Gewicht, sei es in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich oder den Beneluxstaaten. Zunehmend stellt sich die Frage, wie sich hier Parteien, Nichtregierungsorganisationen und Kirchen gegenüber diesen neuen, besorgniserregenden Entwicklungen in Politik und Gesellschaft gegenüberstellen und Antworten finden. Dabei geht es im Kern um eine Diskussion der 70er und 80er Jahre: welche (Grund-) Werte halten Gesellschaften zusammen? Wie ist es um Menschenrechte und Religionsfreiheit  weltweit bestellt? Wo lassen sich Verbesserungen in der Arbeit der Europäischen Union und der Vereinten Nationen anbringen, etwa im Bereich rechtsstaatlicher Verfahren? Es ist beabsichtigt, hierzu zu einer Seminarsitzung einen Vertreter des Kommissariats der Deutschen Bischöfe (Büro Berlin) einzuladen.

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