Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/20

Vorlesung/Kolloquium (1010000099): Ohnmacht. Macht. Missbrauch. Theologische Sichtungen zu einem systemischen Problem2

(M 15/M 23), 3 SWS
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister, Prof. Dr. Andreas Odenthal (verantwortlich)
Viktoria Lenz, Mag. Theol. Jakob Schrage (durchführend)

Ort und Zeit:
Mo,18-20 Uhr c.t. (Vorlesung)
Raum: Hauptgebäude, Hörsaal VIII
Mo,12-13 Uhr c.t. (Kolloquium)
Raum: Hauptgebäude KTF, Seminarraum 1
Beginn: 21.10.2019

Kommentar:
Vorlesung: Bei den Diskussionen über sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche wird leicht übersehen, dass Missbrauch nicht erst beim sexuellen Missbrauch einsetzt und nicht nur ein Geschehen zwischen Täter und Opfer ist. Strukturelle Aspekte, die missbräuchliche Machverhältnisse voraussetzen und fördern, kommen in den Diskussionen zum Thema häufig zu kurz. Im Rahmen der Vortragsreihe sollen diese Zusammenhänge aus theologischer Sicht eingehender beleuchtet werden. Damit soll zugleich ein Beitrag zur Aufarbeitung, Prävention und kritisch-konstruktiver Selbstreflexion seitens der wissenschaftlichen Theologie geleistet werden.

Kolloquium: Das begleitende Kolloquium zur Vorlesung "Ohnmacht. Macht. Missbrauch. Theologische Sichtungen zu einem systemischen Problem" befasst sich vor- und nachbereitend mit den Vorträgen der Vorlesung. Es bietet einen moderierten Gesprächsrahmen zum Austausch über die Vorträge zur Klärung von Verständnisfragen und zur Diskussion der vorgetragenen Positionen. Die Veranstaltung verfolgt zwei Ziele: Zum einen sollen die in der Vorlesungsreihe vermittelten Inhalte besprochen, eingeordnet und vertieft werden, zum anderen soll das Kolloquium eine Gelegenheit bieten, inhaltliche und persönliche Aspekte zu reflektieren und im Diskurs weiter zu entwickeln, um mit einer professionellen Rhetorik (weiter) sprachfähig zu diesem aktuellen Thema zu werden.

Diese Veranstaltung kann für die Theologisch-ethische Ergänzungsqualifikation „Zertifikat Moralpsychologie“ angerechnet werden.

 

Seminar (1010000067): Prinzipien der Christlichen Gesellschaftslehre und Politische Ethik3

(M12, LA3, M Aufb Syst 1, M Aufb Syst 2), 2 SWS
Prof.e.h. Dr. Andreas M. Rauch (durchführend)
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich)

Ort und Zeit:
Mo, 16-18 Uhr c.t.
Raum: Hauptgebäude, Seminarraum 4
Beginn: 07.10.2019

Kommentar:
Das Seminar versucht Grundorientierungen christlicher Gesellschaftslehre mit Rekurs auf die Geschichte christlicher (Sozial-) Ethik herauszuarbeiten, wobei die Politische Ethik einen Schwerpunkt bildet. In einem zweiten Teil geht es darum, belastbare Antworten auf sozialethische Fragestellungen angesichts aktueller, gesellschaftspolitischer Herausforderungen zu geben. Dabei soll auch deutlich werden, dass Kirche und Gesellschaft zu unterschiedlichen Zeiten zu divergierenden Wahrnehmungen gekommen sind, wenngleich gewisse, christliche Grundwerte vor dem Hintergrund eines christlichen Menschenbildes stets ihre sozialethische Gültigkeit behielten. Politische und christliche Denker wie Platon, Aristoteles, Augustinus, Ambrosius, Augustinus, Thomas von Aquin, Franz von Assisi, John Locke und Jean-Jacques Rousseau sowie die Päpste Leo XIII., Paul VI. und Benedikt XVI. werden in diesem Seminar zusammen mit biblischen Textstellen zum Tragen kommen.

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