Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

Schriftliche Arbeiten

Liebe Studierende, anbei finden sie Hinweise zu den zu den aktuellen Lehrveranstaltungen der CSE und zu wichtigsten Aspekten von schriftlichen Arbeiten. Die Angaben gelten, soweit keine anderen Absprachen getroffen wurden.

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© privat

Lehrveranstaltungen im WiSe 2022/23

Gesellschaftskritik im populären Spielfilm

Die gesellschaftlich bedeutsamen Themen finden sich nicht nur im politischen Teil der Tageszeitung. Auch fiktionale, ausgedachte Erzählungen sind eine wichtige Quelle gesellschaftsethischen Nachdenkens. Spielfilme sind eine eigene Form solcher Erzählungen. Zudem haben sie eine wichtige Bedeutung für die populäre Gegenwartskultur. Spielfilme eigenen sich für sozialethisches Lernen und Lehren gehorchen jedoch eigenen Gesetzen und setzen eigene Verstehens-Anforderungen voraus. Das Ziel des Seminar ist daher ein zweifaches: 1. werden wir die Filmanalyse lernen und miteinander einüben. 2. Soll die theologisch-ethische Relevanz von populären Spielfilmen diskutiert werden. In dem Seminar behandeln wir neben systematischen und methodischen Fragen der narrativen Ethik und der Filmanalyse vier Spielfilme, die sich für einen sozialethischen Zugang eignen.

Seminar

Ein Teil der Sitzungen findet als Doppelsitzung (Freitags) statt

Termine des Seminars:

10.10. 16:15-18:00

17.10. 16:15-18:00

24.10. 16:15- 18:00

11.11. 12:15 -16:00

25.11. 12:15-16:00

02.12. 12:15-16:00

16.12.12:15-16:00

19.12. 16:15-18:00

Wilkommen im Anthropozän. Aktuelle Herausforderungen theologischer Ethik

 
Ursprünglich ein geohistorischer Begriff ist «Anthropozän» zu einem interdisziplinären Schlagwort geworden, das den Anbruch einer neuen erdgeschichtlichen Epoche beschreiben soll, in der der Mensch zum entscheidenden Einflussfaktor auf die biologischen, geologischen, klimatischen und atmosphärischen Prozesse geworden ist. Im Zeitalter des Anthropozäns scheint die Welt, die Natur ein empfindsames Gegenüber zu werden, sie agiert, wehrt sich gegen ihre Zerstörung, geht kaputt, schlägt zurück (etwa in Naturkatastrophen, in der globalen Erwärmung, im Artensterben oder eben mit nicht leicht beherrschbaren Viren). Diese Entwicklung ist auch eine Herausforderung für die Theologische Ethik. Nicht nur im Hinblick auf Schöpfung und Verantwortung, sondern auch für das Schuld uns Sündenverständnis. «Ein Verbrechen gegen die Natur zu begehen, ist eine Sünde gegen uns selbst und eine Sünde gegen Gott» schreibt Franziskus in der Enzyklika Laudato si und spricht von der Sorge um unser gemeinsames Haus. Von der «green guilt» die uns befällt, wenn wir Coffee to go aus dem Plastikbecher trinken bis zu Frage mit wem wir alles diese Erde teilen und wie wir zukünftig mit und auf ihr zusammenleben wollen, stellt sich Seminar den theologisch-ethischen Herausforderungen des Anthropozän.

Übung

Mittwochs 12:15 - 13:00

Erste Sitzung: 12.10.2022

Pacem in terris - Friede in globalisierter Gegenwart

Kurz nach dem Mauerbau und mitten im Kalten Krieg schrieb Johannes der XXIII 1963 die Enzyklika Pacem in terris, „über den Frieden unter allen Völkern”. 55 Jahre später sind diese Ereignisse Geschichte, die Botschaft der Enzyklika jedoch - ein Bekenntnis zu Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenrechten (mit denen sich auch die Kirche lange Zeit schwer tat) - erscheint so aktuell wie nie. Neue Kriege und Katastrophen bislang nicht gekannten Ausmaßes bedrohen den Frieden und zwingen uns noch einmal neu, über Waffenlieferung und Selbstverteidigung nachzudenken. Die Umsetzung der Menschenrechte erscheint mancher Orts prekärer denn je. Die Relektüre von Pacem in terris bietet den Anlass nach den Grundlagen des Menschenrechtsethos und den gegenwärtigen Brennpunkten der Durchsetzung zu fragen, nach gerechtem Krieg und gerechtem Frieden. Probleme der Vermittlung zwischen einem menschenrechtlichen Universalitätsanspruch und partikularen (politischen, kulturellen und religiösen) Kontexten werden ebenso beleuchtet wie aktuelle Konflikte.

Übung

Donnerstags 12:15 - 13:00

Erste Sitzung 13.10.2022

Lehrveranstaltungen im SoSe 2022

Wir können nicht weiterleben wie bisher, aber wie dann? Seminar mit Exkursion zur documenta fifteen nach Kassel

(LA 3, MAufb1Syst), 2 SWS

«Hier gillt es etwa zu dokumentieren» soll Arnold Bode gesagt haben als er 1955 die documenta ins Leben rief. Seitdem hat sich die alle fünf Jahre in Kassel stattfindende Ausstellung zur weltweit bedeutendsten Show zeitgenössischer Kunst entwickelt. Längst geht es dabei nicht mehr nur darum zu dokumentieren was die Kunst der Zeit ist, sondern was die politischen und sozialen Fragen der Zeit sind. 2022 wird die documenta fifteen von einem indonesischen Künstlerkollektiv (ruangrupa) kuratiert. Im Mittelpunkt ihres Ansatzes stehen neue Nachhaltigkeitsmodelle, Praktiken des Zusammenlebens und Teilens, gemeinschaftlicher Ressourcenaufbau, Gemeinwohl, Solidarität und gerechte Verteilung. Diese zugleich zutiefst sozialethischen Grundbegriffe sollen im Seminar im Dialog mit den kreativen und kritischen Ideen der Kunst nicht nur vorgestellt, sondern auch für eine lebenswerte Zukunft diskutiert nund weiterentwickelt werden.

Reise-, Übernachtungskosten und Eintritte werden übernommen.

Anmeldung und Zeitraum

Datum Bloktage

Freitag 20. Mai 2022
09:15 – 16:45 

Freitag 08. Juli 2022
 09:15 – 17:45

Datum Exkursion: 24. - 26. Juni 2022 (Kassel)

Anmeldung: Bis zum 01.05.2022 unter: amriedl@uni-bonn.de

Reise-, Übernachtungskosten und Eintritte werden übernommen.

Bei einer Abmeldung nach dem 30. Mai 2022 müssen die Kosten selbst gezahlt werden.

Selbstachtung und Zivilcourage. Ethisches Lernen als lebenslange Herausforderung

(LFD2), 2 SWS

Das Seminar lädt die Teilnehmenden dazu ein, ihr Selbstverständnis als Theologinnen und Theologen gemeinsam zu reflektieren und zu artikulieren indem es Einheit und Vielfalt der Theologie im Hinblick auf die eigene theologische Existenz thematisiert. Ausgehend von den unterschiedlichen Lernbiografien und am Leitfaden des Kompetenzbegriffes fragt das Seminar nach der Funktion der Theologie in persönlichem Glaubensverständnis und professioneller Rolle. U.a. durch eine Rückschau auf die eigene Biographie werden  Erwerb und Aktualisierung theologischer Kompetenzen sowie offene Fragen thematisiert. Am Ende wird schließlich das künftige Berufsfeld Schule als Kontext theologischer Existenz und professioneller Rollenausübung in den Blick genommen.

 Zeitraum

Wöchentlich Dienstags 16:00 - 18:00

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