Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

Geschichte des Lehrstuhls

Ein kurzer Überblick über die Professoren des Lehrstuhls. Dabei wird auch ein Überblick über die Forschungsarbeiten gegeben.

Professor Dr. Bernhard Geyer (1927 - 1950)

Biographische Notiz

geb. 3. Feb. 1880 in Alme in Westfalen
philosophisch-theologische Studien in Münster
1904 Priesterweihe in Köln, 1904 bis 1909 als Kaplan, Religionslehrer und Rektor am Krankenhaus tätig
1908 in Münster promoviert
1910 bis 1921 Oberlehrer an der Städtischen Oberrealschule in Bonn 
1914 Habilitation und Privatdozent an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Bonn
1921 o. Professor der Dogmatik in Breslau
1927 Rückkehr nach Bonn als o. Professor auf den neugegründeten Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte
seit 1931 Leiter des Albertus-Magnus-Instituts und seit 1951 Herausgeber der Kritischen Albertus-Magnus-Ausgabe (Editio Coloniensis) 
gestorben 4. April 1974 in Bonn
 

Wichtige Publikationen

Die Sententiae divinitatis. Ein Sentenzenbuch der Gilbertschen Schule, aus den Hs. z. 1. Male hrsg. u. hist. unters. von Bernhard Geyer (BGPhMA 7, 2-3), Münster 1909.
Peter Abaelards Philosophische Schriften (BGPTMA 21, 1-4), Münster 1927.
Die Albert dem Großen zugeschriebene Summa Naturalium (Philosophia Pauperum). Texte und Untersuchungen (BGPTMA 35,1), Münster 1938. 
 

Bernhard Greyer
© Albertus Magnus Institut
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Sammlung Auer

Professor Dr. Dr. Johann Auer (1950 - 1968)

Biographische Notiz

geb. 15. Mai 1910 in Regensburg-Steinweg
philosophische und theologische Studien an der Universität München, 1936 Promotion mit einer philosophischen Dissertation über die menschliche Willensfreiheit bei Thomas von Aquin und Johannes Duns Scotus
1936 Priesterweihe in Regensburg, 1936 bis 1938 Kaplan in Neunburg vorm Wald 
1940 Promotion bei Michael Schmaus in Münster mit der theologischen Dissertation über die Entwicklung der Gnadenlehre in der Hochscholastik
1947 - nach Kriegsdienst und Gefangenschaft - Habilitation bei Martin Grabmann mit einem zweitem Band zur Gnadenlehre in der Hochscholastik
1947 bis 1950 Dozent und Professor in Freising und München, 1950 bis 1968 Professor der Dogmatik in Bonn, 1968 bis 1977 Professor der Dogmatik in Regensburg
gest. 17. März 1989 in Regensburg

Wichtige Publikationen

Die menschliche Willensfreiheit im Lehrsystem des Thomas von Aquin und Johannes Duns Scotus, München 1938.
Die Entwicklung der Gnadenlehre in der Hochscholastik, 2 Bde., Freiburg 1942/1951.
Person - ein Schüssel zum christlichen Mysterium, Regensburg 1979.
Siehe ich mache alles neu. Der Glaube an die Vollendung der Welt (Pustets Theologische Bibliothek 1), Regensburg 1984.
Johann Auer/Joseph Ratzinger, Kleine Katholische Dogmatik, Bde. 2-9, Regensburg 1970-1988.

Prof. Dr. Wilhelm Breuning (1968 - 1985) 

Biographische Notiz

geb. 15. Mai 1920 in Soberheim an der Nahe
1938 bis 1949 Studium in Trier, vorübergehend auch in Bonn, 1941-1945 durch Kriegsdienst unterbrochen
1948 Priesterweihe in Trier 
1949 bis 1951 als Religionslehrer am Gymnasium in Bernkastel-Kues tätig 
1952 Lizentiat der Theologie an der wiedererrichteten Theologischen Fakultät in Trier und 1954 Promotion in Trier mit einer Arbeit über den Dominikanertheologen Ulrich von Straßburg 
1954 bis 1957 Studienaufenthalt in Rom 
1958 Habilitation in Trier im einer Arbeit über die Christologie in der beginnenden Hochscholastik 
1958 bis 1968 Professor für Dogmatik in Trier 
1968 bis 1985 Professor für Dogmatik an der Universität Bonn
gest. 19. Mai 2016
Wichtige Publikationen

Erhebung und Fall des Menschen nach Ulrich von Strassburg (Trierer Theologische Studien 10), Trier 1959.
Die hypostatische Union in der Theologie Wilhelms von Auxerre, Hugos von St. Cher und Rolands von Cremona (Trierer Theologische Studien 14), Trier 1962.
Jesus Christus der Erlöser (Unser Glaube 4), Mainz 1968.
Gemeinschaft mit Gott in Jesu Tod und Auferweckung. Christi erlösendes Leben und Sterben (Der Christ in der Welt, Reihe 5, Bd. 9), Aschaffenburg 1971.
Communio Christi. Zur Einheit von Christologie und Ekklesiologie, hrsg. v. Josef Herberg, Düsseldorf 1980.
Dogmatik im Dienst an der Versöhnung (Bonner Dogmatische Studien 21), hrsg. v. Erwin Dirscherl, Würzburg 1995.

Wilhelm_Breuning.jpg
© Franz-Josef Esser https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wilhelm_Breuning.jpg

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