Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2026

Seminar (101153506): Lebensethik für das Lehramt

(BFSysA1K / BFBibA2K / BFHisA2K / BFPraA2K / LA 3 K)     2 SWS
Paulina Ernst (durchführend)
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich)

Ort und Zeit:
Di., 10 (c.t.)–12 (wöchentlich)
Raum: Rabinstr. 8 / KTF-03-139
Beginn: 21.04.2026

Kommentar:
Menschliches Leben ist grundsätzlich gefährdet und verletzlich. In der Moraltheologie stellt daher der verantwortliche Umgang mit dem Leben ein zentrales Themenfeld dar. Daher wird dieses Themenfeld (Traktat) auch Lebensethik genannt. Angesichts der Ausdifferenzierung der verschiedenen Bereiche der Angewandten Ethik gewinnt daher die Bio- und Medizinethik immer größere Bedeutung. Im (bio-)medizinischen Bemühen um eine Verbesserung der Lebensbedingungen, um Prävention, Therapie und Linderung von Krankheiten, zeigt sich der moralisch-humane Impetus (bio-)medizinisch-helfender Praxis. Gleichwohl stellen sich Fragen nach einem würdevollen und achtsamen Umgang mit menschlichem Leben, vor allem in seinen besonders verwundbaren Phasen am Lebensanfang und am Lebensende, angesichts der modernen intensivmedizinischen und biotechnologischen Möglichkeiten (s. die aktuellen Debatten über Reproduktionsmedizin oder ärztlich assistierten Suizid). 

Im Seminar werden Grundlagen und ausgewählte Anwendungsfelder der Lebensethik mit einem Schwerpunkt auf Medizinethik behandelt. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die Bedeutung lebensethischer Fragestellungen für den Religionsunterricht gelegt. Vor dem Hintergrund einschlägiger Vorgaben des Kernlehrplans werden Möglichkeiten erarbeitet, Themen der Lebensethik – etwa Fragen nach dem Beginn und Ende menschlichen Lebens, nach Menschenwürde, Verantwortung und medizinethischen Konfliktfeldern – fachlich fundiert und didaktisch reflektiert im Unterricht aufzugreifen. Zugleich wird diskutiert, welchen Beitrag der christliche Glaube und die Theologie für einen verantwortlichen Umgang mit menschlichem Leben einerseits und für den ethischen Urteilsbildungsprozess von Schülerinnen und Schülern andererseits leisten können.



Seminar (101150304): Einführung in die Moraltheologie

(M3; LG 3; Bas Syst A/B/Bas), 1 SWS
Theresa van Krüchten (durchführend)
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich) 

Ort und Zeit:
Fr., 12 (c.t.)–13 Uhr
Raum: Rabinstr. 8 / Seminarraum 1
Beginn: 08.05.2026

Kommentar:
Das Seminar gibt eine Einführung in die Moraltheologie. Neben der Vermittlung des ethischen Basisinstrumentariums bilden beispielsweise Grundbegriffe wie Verantwortung, Gewissen, Autonomie und Norm einen Schwerpunkt. Zudem wird geklärt, in welchem Bezug die Moraltheologie zu den anderen theologischen Disziplinen steht. Die Kenntnis ethischer Konzeptionen vermittelt eine Grundlage, die zur Positionierung in gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatten befähigt. Ein Anliegen des Seminars besteht darin, die Bedeutung der Moraltheologie sowohl innerhalb des kirchlich-theologischen Kontextes als auch außerhalb zu erörtern, gleichzeitig aber auch in einer kritischen Selbstreflexion die eigenen Grenzen in den Blick zu nehmen. Im Seminar wird die Kompetenz vermittelt, moraltheologische, moralpsychologische und ethische Grundbegriffe zu verstehen und anwenden zu können.



Übung (101050008): Vertiefung in die Moraltheologie: Medizinethik aktuell
(B PluSys K; M 15/M 23), 1 SWS
Theresa van Krüchten (durchführend)
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich) 

Ort und Zeit:
Fr., 13 (c.t.)–14 Uhr (wöchentlich)
Rabinstr. 8 / KTF-03-139
Beginn: 08.05.2026


Seminar (101151206): Verantwortung für das menschliche Leben (Lebensethik)
(M 12; Auf Syst A/B), 2 SWS
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich & durchführend)
Paulina Ernst (durchführend)

Ort und Zeit:
Di., 8 (c.t.)–10 Uhr (wöchentlich)
Raum: Rabinstr. 8 / KTF-03-139
Beginn: 21.04.2026

Kommentar: 
Menschliches Leben ist grundsätzlich gefährdet und verletzlich. In der Moraltheologie stellt daher der verantwortliche Umgang mit dem Leben ein zentrales Themenfeld dar. Daher wird dieses Themenfeld (Traktat) auch Lebensethik genannt. Angesichts der Ausdifferenzierung der verschiedenen Bereiche der Angewandten Ethik gewinnt daher die Bio- und Medizinethik immer größere Bedeutung. Im (bio-)medizinischen Bemühen um eine Verbesserung der Lebensbedingungen, um Prävention, Therapie und Linderung von Krankheiten, zeigt sich der moralisch-humane Impetus (bio-)medizinisch-helfender Praxis. Gleichwohl stellen sich Fragen nach einem würdevollen und achtsamen Umgang mit menschlichem Leben, vor allem in seinen besonders verwundbaren Phasen am Lebensanfang und am Lebensende, angesichts der modernen intensivmedizinischen und biotechnologischen Möglichkeiten (s. die aktuellen Debatten über Reproduktionsmedizin oder ärztlich assistierten Suizid). Im Seminar werden Grundlagen und ausgewählte Anwendungsfelder der Lebensethik mit einem Schwerpunkt auf Medizinethik behandelt und dabei die Frage erörtert, welchen Beitrag der christliche Glaube und die Theologie für einen verantwortlichen Umgang mit menschlichem Leben leisten können.


Seminar (101151405): KI – Herausforderung für die wissenschaftliche Integrität?

(B PluSys K; M 15/M 23), 2 SWS
Daniela Proske (durchführend)
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich)

Ort und Zeit:
Di., 12 (c.t.)–14 Uhr (wöchentlich)
Raum: Rabinstr. 8 / 05-039
Beginn: 21.04.2026

Hinweis:
Im freien Wahlpflichtbereich M 15/M 23 erhalten Sie 3 Leistungspunkte.


Seminar/Übung (101151406): Herausforderungen in der Bioethik

(B PluSys K; M 15/M 23), 2 SWS
Daniela Proske (durchführend)
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich)

Ort und Zeit:
Mi., 12 (c.t.)–14 Uhr (wöchentlich)
Ort: Rabinstr. 8 / 05-039
Beginn: 22.04.2026

Hinweis:
Im freien Wahlpflichtbereich M 15/M 23 erhalten Sie 3 Leistungspunkte.



Seminar/Übungen (101141401): Erich Fromm: Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft

(M 15/M 23; LWP 3), 2 SWS
Theresa van Krüchten (durchführend)
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich)

Ort und Zeit:
Fr., 16 (c.t.)–18 Uhr (wöchentlich)
Ort: Rabinstr. 8 / KTF-03-139
Beginn: 08.05.2026

Kommentar:
In dem Seminar wird sich mit dem bekannten Werk „Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft” von Erich Fromm auseinandergesetzt. Anhand der Lektüre werden die dargestellten Thematiken aus moraltheologischer und sozialarbeiterischer Perspektive reflektiert und Implikationen für die Moraltheologie und die Soziale Arbeit beleuchtet.

Literatur:
Erich Fromm: Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschft

1976, vier Jahre vor seinem Tod, erschien mit ›Haben oder Sein‹ das neben der ›Kunst des Liebens‹ berühmteste und bedeutendste Buch Erich Fromms, in dem er Gedankengänge früherer Werke bewusst anschaulich und prägnant resümiert. In seiner Darstellung steht die Existenzweise des Habens für die Übel der gegenwärtigen Zivilisation, die des Seins aber für die Möglichkeit eines erfüllten, nicht entfremdeten Lebens. Der Mensch, der nicht mehr vom Haben, sondern vom Sein bestimmt wird, kommt zu sich selbst, entfaltet eine innere Aktivität, die nicht mit purer Geschäftigkeit zu verwechseln ist, und kann seine menschlichen Fähigkeiten produktiv einsetzen.

Hinweis:
Im freien Wahlpflichtbereich M 15/M 23 erhalten Sie 3 Leistungspunkte.


Seminar (101141802): "Es gibt keine Macht, es gibt nur Dienst" – Verantwortung in der Kirche aus sozialwissenschaftlicher Perspektive

(OMM; M 15/M 23; LWP 8), 2 SWS
Jakob Schrage (durchführend)
Pavlos Leußler (durchführend)
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (verantwortlich)

Ort und Zeit:
Fr., 8 (c.t.)–10 Uhr (wöchentlich)
Ort: Rabinstr. 8 / Seminarraum 1
Beginn: 17.04.2026

Kommentar:
Die Veranstaltung nimmt die Kirche als soziale Größe in den Blick. Sie führt in grundlegende sozialwissenschaftliche Theorien der Macht ein (Federalists/Weber/Foucault) und rekonstruiert Strategien der Verschleierung und Sicherung von Macht in der katholischen Kirche. Auf dieser Grundlage werden Gefahren der Entgrenzung von Macht in der Kirche ebenso diskutiert wie aktuelle Reformvorschläge zum Umgang mit diesem Phänomen.

Die Veranstaltung richtet sich besonders an Studierende der christlichen Theolgieen, Religionswissenschaften und der Politik-/Sozialwissenschaften. Interessierte anderer Fächer sind willkommen.

Hinweise:
Im freien Wahlpflichtbereich M 15/M 23 erhalten Sie 3 Leistungspunkte.

Diese Veranstaltung kann für das Zertifikatsprogramm „Prävention, Intervention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt“ angerechnet werden.

Bei Interesse an einer Teilnahme bitten wir dringend um zeitnahe Anmeldung per BASIS oder E-Mail (schrage@uni-bonn.de; pavlos.leussler@uni-bonn.de) bei den Dozierenden bis spätestens zum 08.04. (Ende 2. Belegungsphase).



Oberseminar (101150011): Aktuelle Forschungsprojekte der Theologischen Ethik

(Promotionsstudium), 2 SWS
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister

Ort und Zeit:
werden gesondert bekanntgegeben (Block)

Kommentar:
Im Oberseminar beschäftigen wir uns mit einem zentralen Thema aus dem Bereich der Allgemeinen oder der Speziellen Moraltheologie (das genaue Thema wird noch festgelegt). Das Oberseminar dient der Vertiefung moraltheologischer Fragestellungen, die über das Magisterstudium hinausgehen. Zielgruppe sind Doktoranden und Habilitanden sowie Studierende mit einer Schwerpunktbildung in theologischer Ethik.

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