Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

Zuhören. Verstehen. Konsequenzen ziehen

Erfahrungen Überlebenden von sexueller Gewalt und deren Bedeutung für Theologe und Kirche

Das Projekt untersucht in einem qualitativen Ansatz die Erfahrungen von Betroffenen von sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt im Kontext der katholische Kirche mit dem Ziel, den theologischen Diskurs anzuregen und einen Beitrag zu Prävention, Intervention und Aufarbeitung in der Kath. Kirche zu leisten.

Projektbeschreibung

Im Oktober 2020 begann die halbjährige Vorbereitungsphase für das Projekt „Zuhören. Verstehen. Konsequenzen ziehen“. Ziel des Projektes ist es, die Situation von Überlebenden sexuellen Missbrauches in der katholischen Kirche besser zu ergründen und zu verstehen, zu eruieren, wie diese Erfahrungen den theologischen Diskurs bereichern und/oder herausfordern und entsprechende praktisch relevante Schlussfolgerungen für Aufarbeitung, Prävention und Intervention abzuleiten. Hinsichtlich der Situation und der Erfahrungen der Überlebenden gilt die besondere Aufmerksamkeit den Vorstellungen und Einstellung zu Spiritualität und Religiosität, den Auswirkungen auf ihre Identität, ihrem Verhältnis zur Institution Kirche sowie ihrem Erleben des kirchlichen Sprechens und des öffentlichen Diskurses.

Herangehensweise

Entsprechend den interessierenden Aspekten und der explorativen Fragestellungen wird ein qualitativer Zugang gewählt: Im Rahmen des Projektes sollen qualitative Interviews mit Überlebenden geführt und systematisch ausgewertet werden. Diese systematisierende und beschreibende Auswertung soll als Grundlage für die weitere theologische Reflexion dienen. Bei der theologischen Reflexion wird der Schwerpunkt auf der Identifizierung von übersehenen und untergewichteten Aspekten, sowie bisher wenig thematisierter Verbindungen und Zusammenhänge liegen. Da solche Beobachtungen eine hohe praktische Relevanz für die Gestaltung von Prävention, Intervention und Aufarbeitung haben können, sollen abschließend entsprechende Hinweise und Empfehlungen formuliert werden.
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© Barbara Frommann / Universität Bonn

Die Durchführung des Projekt ist getragen von der Überzeugung, dass eine nachhaltige Aufarbeitung des Themenkomplexes sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche nur gelingen kann, wenn die Überlebenden gehört, ihre Perspektive verstanden und aus ihren Erfahrungen gelernt wird. Die oben skizzierten inhaltlichen Zielen des Projektes sind daher eng mit dem Anliegen verbunden, die Perspektive der Überlebenden in den theologischen und kirchlichen Diskurs einzubringen. 

Projektleiter: Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister
Wissenschaftliche Leitung: Mag. Theol. Jakob Schrage, WMA

Kooperationpartner:
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Laufzeit und Fortschritt:
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