Am 1. März 2020 nahm die von der Bonner Liturgiewissenschaft initiierte Forschungsgruppe mit sieben Teilprojekten ihre Arbeit auf, die bis Jahresende abgeschlossen wird. Die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Transformationsprozessen evangelischer und katholischer Kirchengebäude in den vergangenen sechs Jahren hat eindrucksvoll gezeigt: Diese Orte besitzen eine weitreichende gesellschaftliche Bedeutung, die sich weder allein theologisch noch ausschließlich architektonisch oder immobilienökonomisch erfassen lässt.
Kirchengebäude sind weit mehr als Bauwerke – sie sind geschichtstragende Räume, soziale Bezugspunkte und kulturelle Identitätsorte. Ihre jeweiligen historischen, architektonischen und sozialen Besonderheiten sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen erfordern individuelle und zukunftsweisende Lösungen. Zugleich bedarf es klar strukturierter Prozesse und eindeutig definierter Verantwortlichkeiten, um diese Entwicklungen nachhaltig zu gestalten.
Die Tagung greift zentrale Erkenntnisse aus diesem Forschungsfeld auf und eröffnet zugleich neue Perspektiven auf die Frage, wie Sakralität im 21. Jahrhundert interdisziplinär erweitert und neu gedacht werden kann.
Sie sind herzlich eingeladen!
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Albert Gerhards
Sprecher der Forschungsgruppe
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