Einführung in die Christliche Sozialethik
Do – 10-12 Uhr (14-tägig) – Durchführung: Palkowitsch
Im gesellschaftlichen Zusammenleben stellen sich auf Schritt und Tritt ethische Fragen. Christliche Sozialethik nimmt diese Herausforderungen nicht nur beschreibend wahr, sondern reflektiert sie kritisch. Sie bietet Kriterien zur normativen Urteilsbildung und zur Ausrichtung gesellschaftlicher Praxis auf ein gerechtes Zusammenleben an. Als theologische Ethik gewinnt sie ihre Perspektiven im Dialog mit biblischen Grundlagen sowie dem sozialen Lehren der Kirche, aber auch mit den modernen Human- und Sozialwissenschaften.
Die Vorlesung vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Entwicklung sozialethischen Denkens in der Theologie und in der Sozialverkündigung der Kirche, macht vertraut mit sozialethischen Argumentationsmustern (Sozialprinzipien; Gerechtigkeitssystematik etc.) und übt deren Anwendung in konkreten Fragen ein (z.B. Nachhaltigkeit).
Gerechtigkeitsfragen in der ökologischen Krise
Mi – 10-12 Uhr – Durchführung: Palkowitsch
Die ökologische Krise zählt zu den zentralen Herausforderungen der Gegenwart und ist mit vielen Gerechtigkeitsfragen verbunden. In der Lektüreübung widmen wir uns diesen Zusammenhängen aus der Perspektive der Christlichen Sozialethik und arbeiten textbasiert an zentralen Debatten der ökologischen Ethik. Hauptgrundlage ist der 66. Band des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften (JCSW 66/2025: Die geosoziale Frage. Impulse und Desiderate zehn Jahre nach Laudato si'). Ergänzend lesen wir weitere, auch nicht sozialethische Texte, um unterschiedliche Zugänge und Argumentationslinien kennenzulernen. Auf konkrete Text- oder Themenwünsche der teilnehmenden Studierenden wird nach Möglichkeit gerne eingegangen.