Der am 14. März 2026 verstorbene Philosoph Jürgen Habermas hat sich in den verschiedenen Etappen seines Denkweges sehr unterschiedlich zur gesellschaftlichen Relevanz religiöser Überzeugungen positioniert. Dies ließ den Begründer der Diskursethik zu einem wichtigen Gesprächspartner für die Fundamentaltheologie werden, gerade weil er sich selbst bis zuletzt als „religiös unmusikalisch“ verstand.
In Erinnerung an Jürgen Habermas verweisen wir an dieser Stelle auf einen auch digital zugänglichen Beitrag von Stefan Walser in unserer Fakultätsreihe „AIS“ zum Verhältnis von Religion und Sinn bei Habermas – also zu der Frage, inwiefern religiöse Inhalte und Praxen „wichtige Ressourcen der Sinnstiftung“ darstellen können. Dabei geht es u.a. auch um die kritische Rückfrage, ob Habermas in seiner allmählichen freundlichen Annäherung an Religion eigentlich das in den Blick bekommt, was aus der Sicht „religiös Musikalischer“ selbst das Entscheidende wäre.