Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

13. Juli 2026

Neuerscheinung: Mut zum Sein in der ökologischen Krise Neuerscheinung

Eine fundamentaltheologische Analyse von Klimaangst mit Paul Tillich

Neuerscheinung "Mut zum Sein in der ökologischen Krise. Eine fundamentaltheologische Anlalye von Klimaangst mit Paul Tilich"  von Frieda Kries 

Cover "Mut zum Sein in der ökologischen Krise
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Angst, Mut und Hoffnung in der ökologischen Krise


Der Klimawandel verunsichert uns und weckt existentielle Ängste: Angst vor moralischer Schuld, Angst vor Kontrollverlust und auch Angst vor dem Sterben an den Folgen der ökologischen Krise. In der Psychologie wird diese Angst Klimaangst (engl. eco-anxiety) genannt. Theologische Relevanz gewinnt der Umgang mit einer solchen Angst. Schließlich wird unser Selbst- und Weltverständnis, wie wir leben und handeln, kulturell und religiös geprägt. Um nicht zu verzweifeln oder den Klimawandel gar zu leugnen, braucht es einen Mut, der sich der existentiellen Klimaangst stellt.

In Anlehnung an die Überlegungen des Religionsphilosophen Paul Tillich (1886–1965) schlägt Frieda Kries vor, der Klimaangst mit einem Mut zum Sein zu begegnen und diese so zu transformieren. Dieser Mut erlaubt, die eigene Endlichkeit anzunehmen, Sinn zu suchen und beherzt Verantwortung zu übernehmen. Aus der christlichen Tradition heraus kann Hoffnung dann als vermittelnde Variable zwischen Angst und Mut bestimmt werden. Diese Hoffnung ist sich der Tragik der ernüchternden Wirklichkeit bewusst, hält aber die Möglichkeit für das Gute offen. Eine Haltung der Hoffnung lässt sich so als religiöser Beitrag im Umgang mit der ökologischen Krise bestimmen. Hoffnung liefert einen Gegenentwurf zu Resignation und zu den illusorischen wie diskriminierenden Versprechen rechter Parteien. Mit dem Vorschlag, Klimaangst mit Hoffnung und Mut zu bejahen und sie so zu transformieren, setzt sich Frieda Kries auch für eine grundlegende Richtungsänderung der Theologie ein: Die Realität der ökologischen Krise ernstnehmen und würdigen, dabei aber nicht verzweifeln, sondern mutig dem prophetischen „another world is possible“ nachgehen.

Autorin

Frieda Kries, Mag.theol., arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Fundamentaltheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Universität Bonn. Sie forscht im Bereich Ökotheologien an einer interdisziplinären Weiterentwicklung von Schöpfungstheologie angesichts der sozial-ökologischen Krise.

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