Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

PD Dr. Wolfgang Reuter

Privatdozent

PD Dr. Wolfgang Reuter
© privat

Wolfgang Reuter

Privatdozent

+49 228 73-9584

  • 1976 Abitur am Konrad-Heresbach-Gymnasium Mettmann
  • 1976-1981 Theologiestudium in Bonn und Würzburg
  • 1981-1983 Ausbildung am Erzbischöflichen Priesterseminar, Köln
  • 29.6.1983 Priesterweihe in Köln
  • 1983-1990 Tätigkeit in Gemeinde- und Krankenhausseelsorge
  • 1987 Ausbildung in Klinischer Seelsorge in Heidelberg
  • 1.8.1990 Krankenhauspfarrer und Leiter der Klinikseelsorge am LVR-Klinikum, Kliniken der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf
  • 1990-1994 Mitarbeit in der pastoralpsychologischen Ausbildung der Theologiestudenten des Erzbistums Köln
  • 1990-1999 Psychoanalytische Ausbildung am Psychoanalytischen Seminar Düsseldorf (PSD)
  • 16.6.1997 Anerkennung als Psychotherapeut (HPG)
  • 12.6.1999 Anerkennung als Psychoanalytiker (GPP)
  • 1998 Beauftragter für die Behindertenseelsorge im Stadtdekanat Düsseldorf unter Beibehaltung der Tätigkeit als Pfarrer im LVR-Klinikum
  • 11.8.2006 Koordinator in der Behinderten- und Psychiatrieseelsorge für die Region Düsseldorf/Rhein-Kreis Neuss im Erzbistum Köln
  • 1998 -2009 Konzeptentwicklung, Mitarbeit und Kursleitung in der Zusatzqualifikation der Deutschen Bischofskonferenz für pastorale Dienste in der Seelsorge für psychisch Kranke und Behinderte
  • 12.11. 2003 Promotion an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn im Fach Pastoraltheologie mit der Arbeit: Heilsame Seelsorge. Ein psychoanalytisch orientierter Ansatz von Seelsorge mit psychisch Kranken, Münster 2004 (Prof. Dr. Walter Fürst)
  • 15.11.2011 Habilitation im Fach Pastoraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) mit der Arbeit: Relationale Seelsorge. Psychoanalytische, kulturtheoretische und theologische Grundlegung (PThh 123), Stuttgart 2012 (Prof. Dr. Dr. Doris Nauer).
  • WS 2011/12 – WS 2013/14 Lehrstuhlvertretung Pastoralpsychologie an der PTHV
  • SS 2014 -2018 Ordentlicher Professor für Pastoralpsychologie an der PTHV
  • SS 2021 Privatdozent für Pastoraltheologie - mit dem Schwerpunkt Pastoralpsychologie - an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn

  • Arbeitsgemeinschaft für Pastoraltheologie
  • Deutsche Gesellschaft für Pastoralpsychologie (DGfP), Sektion T
  • Psychoanalytisches Seminar Düsseldorf (PSD e.V.)
  • Gesellschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie (GPP e.V.)

Ein Verzeichnis der Publikationen finden Sie hier.

Schwerpunkte in Lehre und Forschung

  • Wissenschaftstheoretische Grundlegung der Praktischen Theologie in multidisziplinärer Offenheit
  • Leben und Lebens-Raum-Gestaltung als Herausforderung zeitgemäßer Pastoraltheologie
  • Pastorale Innovationen – Orte und Räume christlichen Lebens
  • Miteinander in Beziehung und in Entwicklung – Pastoraltheologie relational
  • Grundlagen heilsam-relationaler Seelsorge
  • Die Frage der Eignung - Kompetenzentwicklung und Qualifizierung im seelsorglichen Beruf
  • Seelsorge im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Kirche im Krisenmodus: Missbrauchsstrudel - Pastorale Berufe und Berufungen - „Pfarreien“ der Zukunft - Synodaler Weg …
     
  • Pastoralpsychologie: Teilgebiet und Grunddimension der Praktischen Theologie
  • Anthropologische Grundkonstanten: Das Leben in Entwicklung und in Beziehung
  • Theologie im Dialog mit Psychoanalyse und Psychologie(n)
  • Seelsorge mit psychisch Kranken
  • Seelsorge und Psychotherapie
  • Kommunikation in der Seelsorge
     

Pastoralpsychologie

Pastoralpsychologie gilt als der spezielle „Ort“ für den interdisziplinären Dialog zwischen Theologie und Psychoanalyse und anderen psychologischen Schulen. Sie ist, wie alle praktisch-theologischen Fächer, eine „eigenständige Version theologischer Wissenschaft“ (W. Fürst).

Vorweg: Pastoralpsychologische „Provokationen“

 Wie die Pastoraltheologie bringt die Pastoralpsychologie „Provokationen“ für das Praktische der Theologie hervor:

  •  „living human documents“ - Primat der Erfahrung
  • Das Leben des Menschen – Sein und Werden in Entwicklung und in Beziehung
  • „Kompetenz der Leidenden“ - Leidensgeschichte als „locus theologicus“
  • Der „heilsame Blick aufs Fragment“ - Im Widerspruch zum Ganzheitsideal
  • Verunsicherung – Das Konstitutivum von Theologie und Seelsorge
  • Einfach nur miteinander sprechen - leicht gesagt
  • Theologie als Vermittlung - Die Rede von Erfahrungen

Zum Verständnis der Pastoralpsychologie

 Pastoralpsychologie ist eines der jüngsten Fachgebiete im theologischen Fächerkanon. Sie geht von den Erfahrungen der Menschen aus und steht im interdisziplinären Diskurs mit den psychologischen und weiteren Wissenschaften. Auf dieser Grundlage hat sie eine hohe Relevanz für das Gesamte der Theologie, wie für die seelsorgliche Praxis der Kirche und ihre theoretische Grundlegung. Für beides ist sie unverzichtbar. Näher hin ist sie eine

  • an der Erfahrung orientierte
  • auf die Praxis bezogene
  • biblisch fundierte
  • trinitäts-theologisch begründete
  • multi-disziplinäre
  • kontextuelle
  • ständig in Entwicklung befindliche
     

eigenständige Version theologischer Wissenschaft in ökumenischer und interreligiöser Offenheit. Pastoralpsychologie ist ein durch und durch praktisches Fach. Das Studium der Theologie und das Seelsorgelernen geschehen hier auf der Grundlage von Erfahrung, Biographie, Entwicklung und Beziehung.

Wird geladen