Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

29. Juli 2026

DFG-Langfristförderung für Handwörterbuch des antiken christlichen Lateins DFG-Langfristförderung für Handwörterbuch des antiken christlichen Lateins

Großer Erfolg für Christian Hornung, Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn

Christian Hornung
Christian Hornung © KTF/Ruth Jung
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DFG-Langfristförderung für Handwörterbuch des antiken christlichen Lateins

Großer Erfolg für Christian Hornung, Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn


Wie hat sich die lateinische Sprache durch die Entstehung und Ausbreitung des Christentums in der Spätantike verändert? Dieser Frage geht Christian Hornung, Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn, in einem neuen Forschungsprojekt nach. Ziel ist die Erarbeitung eines „Handwörterbuchs des antiken christlichen Lateins“ (HACL), das das Textkorpus der lateinisch-christlichen Literatur von Tertullian bis Isidor von Sevilla erschließt und den Wandel des antiken lateinischen Vokabulars in all seinen Dimensionen dokumentiert: ideen-, institutionen-, sozial-, rechts- und religionsgeschichtlich. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Langzeitvorhaben in der ersten Projektphase bis 2030 mit 1,4 Millionen Euro. Die Laufzeit ist auf insgesamt 12 Jahre angelegt.

„Die Bewilligung des Langzeitvorhabens ‚Handwörterbuch des antiken christlichen Lateins‘ ist ein voller Erfolg für das Franz Joseph Dölger-Institut, die Katholisch-Theologische Fakultät und die interdisziplinären Altertumswissenschaften an der Universität Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss des ‚Reallexikons für Antike und Christentum‘ wird ab dem kommenden Jahr wieder ein altertumswissenschaftliches Standardwerk in zehn Bänden in Bonn entstehen“, so Christian Hornung, Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät und Leiter des Franz Joseph Dölger-Instituts zur Erforschung der Spätantike. Er ist zudem Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich (TRA) „Present Pasts“ sowie im Exzellenzcluster „Bonn Center for Dependancy and Slavery Studies“ der Universität Bonn.

Das HACL leistet altertumswissenschaftliche Grundlagenforschung für alle Studierenden und Forschenden, die Fragestellungen zur christlichen Spätantike bearbeiten. Die Auswahl der voraussichtlich 1.500 Lemmata (Wörterbuch-Einträge) erfolgt nach Relevanz, im Abgleich mit anderen Nachschlagewerken und entlang von sieben Themenfeldern: kirchliche Institutionen und Organisationen, Recht, Ethik, Liturgie, Bibelübersetzungen sowie Theologie, Philosophie und Ideengeschichte. Das HACL erscheint in einer digitalen und einer gedruckten Fassung beim renommierten belgischen Verlagshaus Brepols. In Kooperation mit dem Cologne Center for eHumanities (CCeH) an der Universität zu Köln entsteht zudem eine digitale Arbeitsplattform, die der Visualisierung und Tiefenerschließung der Forschungsergebnisse dient. Als Mitherausgeber*innen fungieren Prof. Dr. Anja Bettenworth (Köln), Prof. Dr. Emanuela Colombi (Udine, Italien), Prof. Dr. Therese Fuhrer (München), Prof. Dr. Hartmut Leppin (Frankfurt), Prof. Dr. Hildegund Müller (Notre Dame, USA), Prof. Dr. Konrad Vössing (Bonn), Prof. Dr. Dr. Andreas Weckwerth (Eichstätt).

Förderung: DFG-Langfristvorhaben
Unter Langfristvorhaben versteht die DFG Großprojekte in den Geistes- und Sozialwissenschaften wie z.B. Editionen, Corpora, archäologische Grabungsprojekte oder aufwendige Längsschnittstudien, die aufgrund ihrer Anlage einen bedeutenden fachübergreifenden Ertrag erwarten lassen, aber einer kontinuierlichen Förderung von sieben bis maximal zwölf Jahren bedürfen. Für die erste Projektphase des HACL 2027-2030 wurden nun 1,4 Millionen Euro bewilligt.

Das Franz Joseph Dölger-Institut zur Erforschung der Spätantike
Das Franz Joseph Dölger-Institut dient der interdisziplinären Erforschung der vielfältigen Wechselbeziehungen von christlicher, jüdischer und paganer Antike und der damit einhergehenden Transformation zur spätantiken Kultur. Es wurde in den 1970er Jahren als Arbeitsstelle der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste an der Universität Bonn etabliert. Von 1955 bis 2026 widmete sich das Institut der Herausgabe des “Reallexikons für Antike und Christentum” (RAC) – einem internationalen Standardwerk der Altertums- und Kulturwissenschaften. Weitere Informationen unter
https://www.antike-und-christentum.de

Kontakt

Prof. Dr. Christian Hornung
Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät
und Leiter des Franz Joseph Dölger-Instituts zur Erforschung der Spätantike

Katholisch-Theologische Fakultät
Rabinstraße 8 | 53113 Bonn

+49 / 228 / 73-7432

chornung@uni-bonn.de
https://www.ktf.uni-bonn.de/faecher/alte-kirchengeschichte

 

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