Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

Laufende Qualifikationsarbeiten

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Christina Kaas

Patricia Wessel

"Konstruktionen von Weiblichkeit im antiken Christentum – Frauen in Ehe und Familie"

Gegenstand des Dissertationsvorhabens ist die historisch-kritische und diachrone Untersuchung unterschiedlicher Geschlechter- und Rollenbilder von Frauen im Frühchristentum und in der Spätantike. Anhand verschiedener Autoren wie beispielsweise Clemens von Alexandrien, Basilius, Hieronymus und Augustinus werden Frauen in Ehe und Familie, ihre Lebenswelten, Lebensverhältnisse und Erfahrungen in Bezug auf Geschlechterverhältnisse, Machtverhältnisse und soziale, gesellschaftliche, kulturelle, politische, religiöse sowie theologische Konstruktionen erforscht.

Sebastian Lüke
"Studien zu körperlicher Arbeit und ihrer Wertung im östlichen antiken Mönchtum"

Im Zentrum des Promotionsprojekts steht die christliche Bewertung körperlicher Arbeit im spätantiken Mönchtum. Durch monastische Leitfiguren, wie Antonius und Pachomius, die aufgrund ihrer asketischen Lebensweise großes Ansehen und Autorität bei den Gläubigen genossen, wird ein christliches Ideal der (körperlichen) Arbeit propagiert, das seine Zuspitzung vielleicht im 6. Jahrhundert in dem bekannten benediktinischen Axiom Ora et labora findet.

Lüke
© Anno Busch
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Anno Busch

Niklas Seidensticker
"Stadt und Land im spätantiken
Kappadokien. Kirchliche Struktur, Disziplin und Pastoral"

Die Erscheinungsformen christlichen Lebens jenseits der Städte stehen deutlich weniger im Bewusstsein der altkirchenhistorischen Forschung, als es für den urbanen Raum der Fall ist.
Exemplarisch anhand der drei Kappadokier Basilius von Caesarea, Gregor von Nazianz sowie Gregor von Nyssa sollen die sozialen, disziplinären und pastoralen Gegebenheiten im ländlichen Anatolien des 4. Jahrhunderts zwischen Anspruch, Realität und Deutung erhellt werden.

Dr. Florian Rösch

"Typologie der Briefe von Papst Leo I."

Die Briefüberlieferung des römischen Bischofs Leo I ist bislang nur unzureichend systematisch ausgewertet worden. Anhand des über 140 Briefe umfassenden Corpus wird im Vergleich mit antiker und kaiserzeitlicher Epistolographie eine funktionale Typologie dieser Schreiben entwickelt. Dabei werden Aufbau, Sprache und Adressierungsformen sowie unterschiedliche Kommunikationssituationen berücksichtigt. Ziel ist es, die Briefpraxis Leos I. als Ausdruck kirchlicher Organisationsstrukturen zu verstehen und daraus Rückschlüsse auf das römische Kanzleiwesen sowie die Entwicklung des päpstlichen Primats und der kirchlichen Institutionen im 5. Jahrhundert zu gewinnen.

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© Florian Rösch

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