Aktuelle Lehrveranstaltungen Wintersemester 2026/27
Prof. Dr. Andreas Odenthal (verantwortlich und durchführend)
Trotz aller Tendenzen zur Entkirchlichung des Religiösen hält die Sehnsucht
nach Ritualen in unserer Kultur an. Die Großkirchen geraten dabei in eine ambivalente Rolle: Trotz schwindender Bindungen wird ihr rituelles Repertoire auch
von solchen Menschen in Anspruch genommen, die sich bereits von der Kirche,
unter Umständen auch vom Glauben verabschiedet oder den christlichen Glauben nie geteilt haben. Diese Diagnose ist Grund, nach den allgemein menschlichen Bedingungen und Möglichkeiten der Rituale ebenso zu fragen wie nach
der spezifisch christlichen Ausgestaltung. Dies geschieht auf der Grundlage der
Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils und schließt einen Exkurs in
pastoralpsychologische Grundlagen ein.
Literatur:
Hans Gerald HÖDL, Johann POCK, Teresa SCHWEIGHOFER (Hg.), Christliche Rituale im Wandel. Schlaglichter aus theologischer und religionswissenschaftlicher Sicht (Wiener Forum für Theologie und Religionswissenschaft 14). Göttingen 2017.
Andreas ODENTHAL, Rituelle Erfahrung. Praktisch-theologische Konturen des
christlichen Gottesdienstes (Praktische Theologie heute 161). Stuttgart 2019.
1-st., dienstags 9-10 Uhr HS XI. Beginn: 21. Oktober
Prof. Dr. Andreas Odenthal (verantwortlich und durchführend)
„Sakramente haben Zukunft“ – aber nur, wenn sie gut „inszeniert“ werden. Der Schwerpunkt auf der Feier der Eucharistie möchte neben historischen und systematisch-theologischen Fragestellungen die grundsätzliche rituelle Struktur in der durch die letzte Liturgiereform eingerichtete Form praktisch-theologisch ausloten. Dazu gehören Fragen nach Opfer und Mahl ebenso wie nach der Rollenvielfalt im liturgischen Tun sowie den unterschiedlichen Gebetsgattungen (etwa „Hochgebet“).
Literatur:
Hans Bernhard MEYER, Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral. Mit einem Beitrag von Irmgard Pahl (Gottesdienst der Kirche 4). Regensburg 1989.
1-st., montags 9 Uhr, HS. Beginn: 19. Oktober
Prof. Dr. Andreas Odenthal (verantwortlich und durchführend)
Der Gottesdienst der Kirche zeigt sich grundsätzlich plural: Neben sakramentlicher Liturgie (Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Krankensalbung, Ehe und Ordination) findet sich die reichen Formen des Stundengebetes sowie des Andachtswesens, Prozessionen, Eucharistische Anbetung, Rosenkranz, Taize-Gebet und vieles mehr. Das Seminar möchte nicht nur einen Überblick über die Vielfalt der Formen und Inhalte vermitteln, sondern auch das Handwerkliche einer guten Vorbereitung von Gottesdiensten bedenken.
Literatur: Weitere Literatur wird im Laufe des Semesters bekanntgegeben.
2-st., mittwochs 12 Uhr, HS. Beginn: 21. Oktober.
Prof. Dr. Andreas Odenthal (verantwortlich),
Mag. Theol. Sebastian Walter (durchführend)
Die Übung bietet die Möglichkeit, sich mit den Grundstrukturen gottesdienstlicher Vollzüge vertraut zu machen und dadurch ein solides Fundament für die weitere Beschäftigung mit dem Fach Liturgiewissenschaft zu erwerben. Themen des Kurses sind insbesondere die Struktur und Theologie der Eucharistiefeier, weiterer sakramentlicher Liturgien sowie der Stundenliturgie. Je nach Interessenschwerpunkt der Teilnehmenden können weitere liturgiewissenschaftliche Themen bearbeitet werden.
Literatur:
Albert GERHARDS / Benedikt KRANEMANN (Hg.), Einführung in die Liturgiewissenschaft. Darmstadt 2013.
Reinhard MEßNER, Einführung in die Liturgiewissenschaft. Stuttgart 2009.
Weitere Literatur wird im Laufe des Semesters bekanntgegeben.
2-st., montags 14 Uhr, R 03.139. Beginn: 19. Oktober.
Prof. Dr. Andreas Odenthal (verantwortlich und durchführend) gemeinsam mit Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck
Die Rekonstruktion einer konkreten gottesdienstlichen Nutzung historischer Kirchenbauten setzt nicht nur Kenntnisse über die sakrale Binnentopographie der Kirchenräume voraus, von der aus auch die Ausstattung solcher Räume erst wirklich verständlich wird. Vielmehr geht es bei einer solchen Konstruktion auch darum, was an konkreten Objekten wie genutzt worden ist: Vom Kelch zum Messgewand, Rauchfass, liturgischen Büchern und vielem mehr. Die Übung möchte den damit verbundenen Fragen nachgehen und dabei konkrete Objekte in den Blick nehmen, von denen sich nicht wenige bis heute in den Sakristeien historischer Kirchen erhalten haben. Das Paul-Clemen-Museum bietet hierzu eine Sammlung solcher Gegenstände im Abguss und von Faksimiles liturgischer Handschriften, die in die Übung ebenso mit einbezogen werden wie liturgische Gewandungen aus einer Bonner Privatsammlung. Im Umgang mit diesen Gegenständen wird dabei die Beschreibung und Datierung einzelner Objekte geübt, die bisweilen eine eigene Bilderwelt ausbilden, und der Umgang mit der hierzu hilfreichen Literatur. Zugleich wird eine denkmalpflegerische Perspektive im Hinblick auf Inventarisation, Lagerung und Nutzung heute eröffnet.
Literatur: Weitere Literatur wird im Laufe des Semesters bekanntgegeben.
Blockveranstaltung: 06.11. / 13.11. / 11.12. jeweils 14-18 Uhr; Ort: Paul-ClemenMuseum, Poststrasse 26, 53111 Bonn, 2. OG
Im Laufe des Semester wird zudem ein Exkursionstermin vereinbart.
Prof. Dr. Andreas Odenthal (verantwortlich),
Mag. Theol. Florian Kluba (durchführend)
„Ihre vornehmste Form nimmt die liturgische Handlung an, wenn der Gottesdienst feierlich mit Gesang gehalten wird“ (SC 113). Der Forderung der Konzilsväter entsprechend widmet sich diese Übung dem „Schatz der Kirchenmusik“ (SC 114) und seiner großen Bedeutung für die Feier der Liturgie. Im Sommersemester steht dabei besonders die Eucharistiefeier im Mittelpunkt.
Neben der Vertiefung des liturgietheologischen Fundaments liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem aktiven Erproben und Einstudieren liturgischer Gesänge. Ziel der Übung ist es, deren liturgische Funktion und die Vielfalt kirchenmusikalischer Gestaltungsformen im Kontext der Liturgie praktisch zu erschließen. Den Höhepunkt und Abschluss der Übung bildet die gemeinsame musikalische Gestaltung einer Eucharistiefeier.
Literatur:
Richard MAILÄNDER / Britta MARTINI (Hg.), Basiswissen Kirchenmusik. Bd. 1 Theologie – Liturgiegesang. Stuttgart 2020.
Konstituierende Sitzung am Donnerstag, 22.10., 16 Uhr in R .
Prof. Dr. Andreas Odenthal (verantwortlich und durchführend)
2-st. Termine nach Vereinbarung
Prof. Dr. Andreas Odenthal (verantwortlich)
Mag. Theol. Sebastian Walter (durchführend)
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Universität zu Köln
2-st. mittwochs 16 Uhr, Universität zu Köln