Universität Bonn

Katholisch-Theologische Fakultät

Alttestamentliches Seminar
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Alttestamentliches Seminar

Wie entstehen biblische Texte? Wie verändern sie sich während ihrer Überlieferung? Wie werden sie unter sich ändernden historischen und hermeneutischen Voraussetzungen ausgelegt? Was geschieht, wenn unterschiedliche Textgestalten und Deutungen aufeinandertreffen? Das Alttestamentliche Seminar untersucht die Schriften der Hebräischen Bibel und des Alten Testaments als vielschichtige Texttraditionen, in denen Textentstehung, Textüberlieferung und Auslegung dynamisch und eng miteinander verbunden sind. Hier geht es ebenso um die historischen und kulturellen Konstellationen, in denen Texte ihre Gestalten gewinnen, wie um die theologischen Fragen, die sich aus ihrer Auslegung für die Gegenwart ergeben. Textkritische und textgeschichtliche Untersuchungen werden dabei mit historischen, literarischen, theologischen und wissenschaftstheoretischen Fragestellungen verbunden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der methodisch kontrollierten Verbindung alttestamentlicher Exegese mit gegenwärtigen sozial- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen. 

Unsere Forschung ist in den inter- und transdisziplinären Zusammenhang des Exzellenzclusters „Beyond Slavery and Freedom: Asymmetrical Dependencies in Pre-Modern Societies“ am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) eingebunden. Zugleich partizipieren wir am Schwerpunkt der Fakultät „Ambiguitäten, Identitäten, Sinnentwürfe“. Einen Einblick in die Forschung am Alttestamentlichen Seminar und in die Bedeutung des Faches für gegenwärtige gesellschaftliche und theologische Fragen gibt Dr. Kirsten M. Schäfers in diesem Video.

Hinweis: Prof. Dr. Ulrich Berges befindet sich seit Februar 2025 im Ruhestand. Die Professur wird seit dem 1. April 2025 durch Dr. Kirsten M. Schäfers vertreten.

Aktuelles

Lehre

Im Mittelpunkt steht die Arbeit am biblischen Text. Studierende lernen, Texte der Hebräischen Bibel/des Alten Testaments historisch und literarisch zu erschließen, ihre Textüberlieferung und Entstehung zu reflektieren und unterschiedliche exegetische Zugänge kritisch miteinander ins Gespräch zu bringen. In unseren Lehrveranstaltungen vermitteln wir im ersten Studienabschnitt die erforderlichen Sprachkenntnisse und grundlegenden exegetischen Methoden. In den Abschnitten „Aufbau und Vertiefung“ erlernen die Studierenden, biblische Texte eigenständig und methodisch reflektiert auszulegen und die eigene Interpretation im Zusammenspiel von Text, Überlieferung, historischem Kontext und theologischer Deutung zu verantworten. Dabei wird auch eingeübt, die Auslegung der biblischen Texte aktiv in einen diskursiven Austausch mit der aktuellen Forschung und gesellschaftlichen Debatten einzubringen.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Mick Haupt (unsplash)

Forschung

Kennzeichnend für unsere Forschung ist die Verbindung von historisch-kritischer Exegese, Textkritik und Textgeschichte mit der Reflexion der methodischen und hermeneutischen Voraussetzungen exegetischer Arbeit. Im Zentrum stehen die Prozesse, durch die biblische Texte entstehen, überliefert, verändert und somit ausgelegt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf historischen und theologischen Analysen, z.B. zu Abhängigkeitskonzepten, Borderlands-Konstellationen und Ambiguitätsphänomenen. Hier verbinden wir alttestamentliche Exegese mit aktuellen Ansätzen aus anderen Disziplinen und testen deren Möglichkeiten und Grenzen für die Arbeit an biblischen Texten aus. Unser Fokus liegt dabei auf dem Pentateuch, den prophetischen Büchern und den Psalmen. Spezielle Arbeitsfelder von Dr. Kirsten M. Schäfers sind Genesis, Numeri, Hosea und Psalmen; Dominik Schlauß arbeitet insbesondere zum Jesajabuch.

Team

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Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Volker Lannert

Kontakt

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Di von 13:30 – 16:00 Uhr
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Dr. Kirsten M. Schäfers

Professurvertreterin

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Rabinstraße 8

53111 Bonn

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